Ausdruck von Wunsch nach konstruktiver Veränderung in der Kirche

Bundesfamilienministerin Paus lobt Initiative #OutInChurch

Aktualisiert am 02.07.2022  –  Lesedauer: 

Berlin ‐ Am Dienstag sprachen Vertreter der Initiative #OutInChurch unter anderem mit Bundesfamilienministerin Lisa Paus. Die Grünen-Politikerin lobte jetzt die Initiative: Sie habe Menschen wahrgenommen, die etwas für mehr Humanität in der Kirche tun wollen.

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Bundesfamilienministerin Lisa Paus (Grüne) hat die Initiative #OutInChurch für ihren Einsatz für queere Menschen in der katholischen Kirche gelobt. "Ich finde es großartig und wichtig, dass sich diese Menschen zusammengetan haben, dass sie sich getraut haben, und dass sie allen queeren Menschen in der Kirche eine Stimme geben", sagte die Ministerin der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) am Freitagabend in Berlin. Die Initiative habe "richtig was bewegt".

Eine Änderung des kirchlichen Arbeitsrechts sei zurecht in der Debatte, so Paus. "Ich finde, die katholische Kirche ist gut beraten, solche Initiativen als das zu sehen, was sie sind: Der Wunsch nach konstruktiver Veränderung innerhalb der Kirche."

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Paus hatte sich am Dienstag zu einem digitalen Gespräch mit Vertretern der Initiative getroffen. "Ich fand es einen tollen Austausch mit den Menschen von OutInChurch", so die Ministerin. Sie habe die Menschen wahrgenommen als diejenigen, die etwas innerhalb der Kirche für mehr Humanität verändern wollen. #OutinChurch hatte am Mittwoch auf dem Instagram-Kanal der Initiative ein Foto des Videotelefonats mit Ministerin Paus und dem Queer-Beauftragten der Bundesregierung, Sven Lehmann (Grüne), gepostet.

Im Rahmen der Initiative #OutInChurch hatten sich im Januar rund 125 Mitarbeitende und Mitglieder der katholischen Kirche öffentlich als queer geoutet, also etwa als homosexuell oder transgender. Sie fordern unter anderem eine Überarbeitung der arbeitsrechtlichen Bestimmungen, damit zum Beispiel in einer homosexuellen Partnerschaft lebende Mitarbeitende keine Kündigung fürchten müssen. (KNA)