Pfleger Massimiliano Strappetti übernimmt neue Aufgabe

Papst ernennt Lebensretter zu persönlichem Gesundheitsassistenten

Aktualisiert am 04.08.2022  –  Lesedauer: 

Vatikanstadt ‐ Bisher hatte Papst Franziskus einen Leibarzt, künftig wird er auch von einem persönlichen Gesundheitsassistenten unterstützt. Mit dem Pfleger, der diese Aufgabe nun übernimmt, hat der Pontifex eine enge Verbindung – er verdankt ihm sein Leben.

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Papst Franziskus hat den Pfleger Massimiliano Strappetti zu seinem persönlichen Gesundheitsassistenten ("Sanitario Personale del Santo Padre") ernannt. Das Presseamt des Heiligen Stuhls teilte die Personalie am Donnerstag ohne weitere Details mit. Strappetti ist der Pfleger, der dem Papst nach dessen eigenen Angaben im vergangenen Jahr mit seiner Empfehlung eines Krankenhausaufenthalts das Leben gerettet hat.

Der 53-jährige Strappetti arbeitet beim medizinischen Dienst des Vatikan als Koordinator für die Krankenpflege, nachdem er zuvor mehrere Jahre auf der Intensivstation der Gemelli-Klinik tätig gewesen ist. Medienberichten zufolge engagiert er sich in seiner Freizeit ehrenamtlich für Arme. Strappetti hatte den Papst aufgrund seiner Symptome überzeugt, sich einer Dickdarmoperation zu unterziehen. Während seines Krankenhausaufenthalts begleitete er den Papst und stand ihm unter anderem beim Angelus-Gebet vom Balkon der Gemelli-Klinik zur Seite. Das sei bereits das zweite Mal gewesen, dass ihm ein Pfleger das Leben gerettet habe, sagte Franziskus in einem Interview.

Bisher nur ein Leibarzt

Bisher gab es kein Amt eines persönlichen Gesundheitsassistenten des Papstes. Umfang und genaue Beschreibung der anscheinend neu geschaffenen Aufgabe sind noch nicht bekannt. Auch die Aufgabenverteilung zwischen Gesundheitsassistent und Leibarzt sind noch nicht bekannt. Im Februar des vergangenen Jahres hatte Franziskus den Geriater Roberto Bernabei zu seinem neuen Leibarzt ernannt, der Professor für Medizin an der Katholischen Universität vom Heiligen Herzen und dort Leiter eines angesehenen Lehrgangs für Altersmedizin ist.

In den letzten Monaten musste Papst Franziskus aus gesundheitlichen Gründen Termine absagen und war zeitweise auf einen Rollstuhl angewiesen. Nach seiner Malta-Reise im Februar sagte er, dass seine Gesundheit "so ihre Launen" habe. Die lange geplante Afrikareise in den Kongo und den Südsudan im Sommer musste der Papst absagen, um seinen Kanadabesuch Ende Juli nicht zu gefährden. Gerüchte über einen geplanten Rücktritt wies Franziskus stets zurück, schloss ihn aber auch nicht aus, wenn er erkenne, "dass ich nicht mehr kann oder ich zu viele Schmerzen habe oder ein Hindernis bin". (fxn)