Trauergesellschaft auf dem Friedhof
Laien leiten Begräbnisfeiern auch in anderen Diözesen

Bistum Trier beauftragt erstmals Ehrenamtliche für Bestattungsdienst

Tote zu bestatten ist ein Werk der Barmherzigkeit. Beerdigungen müssen deshalb nicht immer von einem Geistlichen geleitet werden. Im Bistum Trier engagieren sich jetzt auch fünf Ehrenamtliche im Bestattungsdienst – und könnten bald Zuwachs bekommen.

Trier - 28.05.2020

Das Bistum Trier hat erstmals Ehrenamtliche mit dem Bestattungsdienst beauftragt. Vier Frauen und ein Mann können damit nun Begräbnisfeiern leiten, ohne selbst Priester, Diakone oder hauptamtliche Seelsorger zu sein, teilte die Diözese am Mittwoch mit.  

"Die Toten zu bestatten ist ein Werk der Barmherzigkeit. Die Leitung der Begräbnisfeier kann von jeder Christin und jedem Christ übernommen werden, der dazu bereit, geeignet und dafür qualifiziert ist", sagte Mechthild Schabo, Leiterin des Bereichs Pastoral und Gesellschaft der Diözese, laut Pressemitteilung 

Freiwillige können jetzt Begräbnisfeiern vorbereiten und leiten

In einem Kurs hatten sich die fünf Ehrenamtlichen zunächst mit den Themen Sterben, Tod und der christlichen Botschaft dazu auseinandergesetzt. Zusätzlich lernten sie beispielsweise Kontakt zu Angehörigen aufzubauen und Trauergespräche zu führen. Jetzt beginne die Praxisphase, in der die Ehrenamtlichen eigene Begräbnisfeiern vorbereiteten und leitetenheißt es. 

Anlass für die Einführung des Amtes war die Trierer Diözesansynode, die 2016 beschlossen hatte, dass ehrenamtlich tätige Gläubige in den Bestattungsdienst eingebunden werden sollen. Die fünf nun beauftragten Gläubigen werden zunächst im saarländischen Dekanat Neunkirchen eingesetzt. Erfahrungen aus dieser Pilotphase sollen dann ab dem Herbst in ein bistumsweites Rahmenkonzept für den Bestattungsdienst einfließen 

In vielen Teilen des Bistums seien bereits seit längerer Zeit Gemeinde- und Pastoralreferentinnen und -referenten im Bestattungsdienst tätig, teilte das Bistum mit. Ehrenamtliche im Bestattungsdienst gibt es bereits in anderen deutschen (Erz-)Bistümern zum Teil schon seit mehreren Jahren, etwa in Essen, Münster, Freiburg, Hamburg und Köln(cbr)