Heiliger 
gegen Hals-
krankheiten
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"Wer sicher gehen möchte, lässt sich durch das Fenster segnen"

Wegen Corona: Pfarrei spendet Drive-in-Blasiussegen

Eine Pfarrei im Münsterland hat den Blasiussegen wegen der Corona-Pandemie erstmals in einer Art Drive-in gespendet. Dabei konnten die Gläubigen mit dem Auto über den Kirchplatz zum Priester vorfahren und im Auto sitzen bleiben.

Neuenkirchen - 31.01.2021

Corona-gemäßes Update für den traditionellen Blasiussegen: Eine katholische Pfarrei im Münsterland hat am Sonntagmittag den Segen erstmals in einer Art Drive-in gespendet. "Zum Blasiussegen kann man ganz einfach mit dem Auto über den Kirchplatz zum Priester vorfahren und im Auto sitzen bleiben. Wer sicher gehen möchte, lässt sich durch das Fenster segnen", teilte die Gemeinde Sankt Anna im münsterländischen Neuenkirchen mit. Wer das Fenster lieber öffne, müsse dafür sorgen, dass alle Insassen eine medizinische Maske trügen.

Pfarrer Markus Thoms betonte vorab in einem YouTube-Video, dass der Segen eine Impfung nicht überflüssig mache und kein Medikament ersetze. Er solle aber verdeutlichen, dass das Leben mit allen Höhen und Tiefen in Gottes Hand geborgen sei. Der Blasiussegen wird in der katholischen Kirche seit Jahrhunderten gespendet. Er soll vor Halskrankheiten und anderen Beschwerden wie  Zahnschmerzen schützen. Üblicherweise hält der Priester beim Segen zwei gekreuzte Kerzen vor das Gesicht des Gläubigen.

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Georg Bätzing, spendet den Segen zum Gedenktag des Heiligen Blasius Corona-bedingt online. Das Mittagsgebet am Mittwoch wird ab 12 Uhr auf den Kanälen der Bischofskonferenz und des Bistums Limburg übertragen. Benannt ist der Blasiussegen nach Bischof Blasius, der um das Jahr 316 unter dem römischen Kaiser Licinius nach grausamer Folter starb. Blasius zählt zu den 14 Nothelfern und gilt als Patron der Ärzte, Bäcker, Hutmacher, Wachszieher, Weber, Wollhändler und Musikanten. (KNA)