Landesregierung Rheinland-Pfalz bittet Kirchen um Impfaktionen
Impfstation im Wiener Stephansdom eröffnet

Landesregierung Rheinland-Pfalz bittet Kirchen um Impfaktionen

Gemeinsam wolle man möglichst viele Menschen für eine Impfung gewinnen "sodass das alltägliche, aber auch das religiöse Leben wieder wie gewohnt stattfinden kann", schreibt Staatssekretär Denis Alt. In Wien gibt es bereits eine Impfstation im Dom.

Mainz/Wien - 11.08.2021

Die Landesregierung Rheinland-Pfalz hat die Kirchen und Religionsgemeinschaften im Land gebeten, eigene Corona-Impfaktionen zu starten. Mobile Teams des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) stünden für die konkrete Organisation bereit, heißt es in einem Schreiben von Staatssekretär Denis Alt (SPD) an die Kirchen, Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften.

"Gemeinsam mit Ihnen als wichtige Partner möchten wir viele Menschen für eine Impfung gewinnen, sodass das alltägliche, aber auch das religiöse Leben wieder wie gewohnt stattfinden kann", schreibt Alt. Eine Zusammenarbeit von Kirchen und DRK könne unkomplizierte Impfungen vor Ort ermöglichen. Die Bistümer Trier und Speyer teilten auf Anfrage mit, die Bitte der Landesregierung an die Kirchengemeinden vor Ort weiterzuleiten. Am kommenden Freitag und Samstag ist im Pfarrsaal des Münchner Liebfrauendoms eine Corona-Impfaktion geplant. Das Angebot richtet sich laut Mitteilung des Erzbistums vor allem an Menschen in schwierigen Lebenssituationen, wie Obdachlose oder Migrantinnen und Migranten.

In der Wiener katholischen Kathedrale hat unterdessen am Mittwoch bereits eine Impfaktion begonnen. "Der Stephansdom ist ein geeigneter Ort, um daran zu erinnern, dass impfen etwas mit Selbstschutz, Nächstenliebe und andere zu schützen zu tun hat, deshalb glauben wir, dass der Stephansdom dafür ein guter Platz ist", sagte der Wiener Kardinal Christoph Schönborn bei der Eröffnung der "Impfstraße" in dem zentralen Gotteshaus der österreichischen Hauptstadt. Anwesend bei dem Pressetermin war unter anderen der Wiener Bürgermeister Michael Ludwig.

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Für Kritik, dass nun im Dom geimpft wird, habe er zwar Verständnis, so Schönborn, doch "der Dom war immer Zuhause für viele Menschen und ist offen für die Menschen". Zudem sei die Impfstraße ja nicht mitten im Dom, sondern in der seitlich gelegenen Barbarakapelle eingerichtet worden, so der Wiener Erzbischof. Großer Dank gebühre allen zum Teil freiwilligen Helfenden.

Ab Donnerstag können sich im Wiener Stephansdom Impfwillige rasch und unkompliziert gegen Covid-19 immunisieren lassen, eine Voranmeldung ist nicht nötig. Geimpft wird in den kommenden zwei Wochen jeweils von Donnerstag bis Sonntag zwischen 10 und 21 Uhr.

Bürgermeister Ludwig zeigte sich "sehr dankbar" über die kirchliche Unterstützung. "Der Stephansdom ist ein Symbol dieser Stadt, aber auch unseres ganzen Landes." Die jetzt geschaffene Impfmöglichkeit sei auch ein Zeichen dafür, "dass die Zusammenarbeit zwischen der katholischen Kirche und der Stadt Wien eine sehr enge ist", so der Wiener Bürgermeister. (cbr/KNA)