"Mehr"-Konferenz des katholisch-charismatischen Gebetshauses in Augsburg.
Augsburger Gebetshaus unter den Ausrichtern

Christliches "Zimzum"-Jugendfestival bis auf Weiteres abgesagt

Das christliche Festival "Zimzum" sollte sich auch an glaubensfernere Jugendliche richten und sein "wie 'Rock im Park', aber mit Gottes Botschaft": Nun findet es nicht statt – zumindest in den kommenden Jahren.

Nürnberg/Augsburg - 23.11.2021

Das geplante neue christliche Jugendfestival "Zimzum" ist auf Eis gelegt. Man sage es auf unbestimmte Zeit ab, teilte die ökumenische Missionsbewegung "Campus für Christus" am Dienstag in Nürnberg mit. "Campus für Christus" gehört mit dem Augsburger Gebetshaus und weiteren Gruppen zu den Ausrichtern des Festivals für rund 12.000 Teilnehmer auf Schloss Kaltenberg im oberbayerischen Landkreis Landsberg am Lech. Dieses sollte zunächst im August 2021 stattfinden und wurde dann Pandemie-bedingt um ein Jahr verschoben. Grund für die jetzige Absage sei, dass man "Raum für die eigenen Events und Veranstaltungen des Trägerkreises" schaffen wolle.

Überdies sei nicht absehbar, wie sich die Corona-Lage bis nächsten Sommer entwickle, hieß es weiter. Aber: "Der Trägerkreis ist weiterhin von der Idee und der Vision überzeugt." Sollte es die Situation zulassen, werde man das Projekt "Zimzum" in zwei bis drei Jahren erneut angehen.

Wie "Rock im Park"

Die Pläne für das Festival hatte der Augsburger Gebetshaus-Leiter, der katholische Theologe Johannes Hartl, im Januar 2020 bekanntgemacht. Das Jugendfest solle sich auch an glaubensfernere Jugendliche richten und sein "wie 'Rock im Park', aber mit Gottes Botschaft", so Hartl damals. Seinerzeit hatte Hartl auch erklärt, das Projekt werde von den (damaligen) Jugendbischöfen Deutschlands und Österreichs, Stefan Oster und Stephan Turnovszky, unterstützt.

Auf der "Zimzum"-Internetseite heißt es aktuell: "Ein Festival. Groß genug, um Einfluss zu nehmen." Junge Menschen sollten dort Gottes Liebe begegnen und "vereint und begeistert" werden. "Für den Einen. Durch den Einen. Jesus. Es könnte die Welt verändern."

Zum Namen der Veranstaltung hatten die Verantwortlichen erklärt, man habe den Begriff "Zimzum" in erster Linie aus lautmalerischen Gründen gewählt. "'Zimzum' klingt ein bisschen crazy und wie aus einer anderen Welt - passt also genau." Als Begriff der jüdischen Mystik gebe es aber noch eine tiefere Bedeutung. "Die Vorstellung dahinter ist, dass Gott alles in allem ist. Hätte er nicht freiwillig Platz gemacht, hätte es keine Möglichkeit für die Existenz der Welt gegeben. Diese Idee finden wir aus christlicher Perspektive faszinierend: Gott ist die Liebe und möchte, dass seine Geschöpfe sein und sich entfalten dürfen." (KNA)