Beratungen bräuchten mehr Zeit

Synodaler Weg wird verlängert: Fünfte Versammlung für 2023 geplant

Aktualisiert am 11.12.2021  –  Lesedauer: 

Bonn ‐ Bislang waren beim Synodalen Weg vier Vollversammlungen geplant. Nun gaben Bischofskonferenz und ZdK bekannt, dass es im Frühjahr 2023 eine zusätzliche fünfte geben soll. Es sei deutlich geworden, dass die Beratungen mehr Zeit benötigten, heißt es.

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Eine zusätzliche fünfte Vollversammlung des Reformprozesses Synodaler Weg soll vom 9. bis 11. März 2023 stattfinden. Das teilten die Deutsche Bischofskonferenz und das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) am Samstag mit. Bei der zweiten Synodalversammlung sei deutlich geworden, dass die Beratungen – nicht zuletzt aufgrund der Corona-Pandemie – mehr Zeit benötigten.

ZdK-Präsidentin Irme Stetter-Karp und der Vorsitzende der Bischofskonferenz, Bischof Georg Bätzing, zeigten sich zuversichtlich. Es gelte, "auf drängende Fragen gemeinsame Antworten" zu finden und auch nach dem Abschluss des Reformprozesses gemeinsam auf dem Weg zu bleiben – "wie auch immer dieser dann aussehen wird". Beide bilden gemeinsam das Präsidium des Synodalen Wegs.

Nächste Versammlung Anfang Februar

Den Synodalen Weg initiierten die deutsche Bischöfe und das ZdK 2019 unter dem Eindruck einer jahrelangen Kirchenkrise, die der Missbrauchsskandal verschärft hat. Die Synodalversammlung ist das höchste beschlussfassende Gremium des Synodalen Wegs. Das nächste Treffen ist vom 3. bis 5. Februar 2022 vorgesehen. Ob die Veranstaltung wie geplant vor Ort in Frankfurt stattfindet oder wegen der Corona-Pandemie virtuell abgehalten wird, ist noch offen. Die vierte Synodalversammlung soll von 8. bis 10. September 2022 stattfinden.

Aufgrund der Vielzahl vorliegender Textvorschläge war es zuletzt zu einem Ruf nach Beschränkung gekommen. Das ZdK gab vergangene Woche bekannt, dass es inzwischen mehr als 50 Papiere gebe. Gedacht sei daher an einen Grundtext sowie sechs bis sieben sogenannte Handlungstexte pro Synodalforum. (mal/KNA)