Kleine Könige waren zu Gast beim Bundespräsidenten

Steinmeier: Sternsinger-Engagement ist ein wertvoller Schatz

Aktualisiert am 06.01.2022  –  Lesedauer: 

Berlin ‐ Nach dem Regierungschef folgte der Besuch beim Staatsoberhaupt: Die Sternsinger waren nach der letztjährigen Corona-Pause wieder bei Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zu Gast. Der findet das Engagement der Kinder "wirklich großartig".

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Nach einer Corona-bedingten Pause vor einem Jahr sind die Sternsinger wieder bei Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zu Gast gewesen. Steinmeier und seine Frau Elke Büdenbender begrüßten die Heiligen Drei Könige und einen Sternträger aus dem Bistum Aachen am Donnerstag vor dem Portal von Schloss Bellevue in Berlin. Aufgrund der Pandemie waren sie ohne großes Gefolge gekommen. "Euer Engagement ist wirklich großartig, es ist ein unermesslich wertvoller Schatz", sagte der Bundespräsident. "Ihr alle steht für Mitmenschlichkeit, für Hilfsbereitschaft über Generationen und Kontinente hinweg. Ihr seid Wegweiser für uns alle."

Steinmeier bat alle Bürger um eine großzügige Spende an die Sternsinger und gab selbst einen Obolus für die Versorgung von Kindern und Jugendlichen aus dem Südsudan. Die Sternsingeraktion steht in diesem Jahr unter dem Motto "Gesund werden – gesund bleiben. Ein Kinderrecht weltweit" und macht auf die Gesundheitsversorgung von Kindern in Afrika aufmerksamen.

Der Bundespräsident erinnerte daran, dass es in vielen armen Ländern "zu wenig Impfstoffe, Medikamente, Krankenhäuser und Ärzte" gebe. "Millionen kranke oder verletzte Kinder bekommen nicht die medizinische Hilfe, die sie brauchen. Millionen Kinder werden krank, weil sie hungern und kein sauberes Trinkwasser haben". Die Pandemie habe ihre Lage dramatisch verschlechtert.

Weltweit größte Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder

Rund um den Dreikönigstag am 6. Januar ziehen in ganz Deutschland Sternsinger von Haus zu Haus, schreiben den Segen "Christus mansionem benedicat" für "Christus segne dieses Haus" an die Türen und sammeln Spenden für Kinder weltweit. Zentral eröffnet wurde die Aktion Dreikönigssingen am Donnerstag in Regensburg.

Laut Kindermissionswerk ist das Sternsingen die weltweit größte Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder. Seit 1959 wurden rund 1,23 Milliarden Euro für mehr als 76.500 Projekte in Asien, Ozeanien, Afrika, Lateinamerika und Osteuropa gesammelt. Träger in Deutschland sind das Kindermissionswerk "Die Sternsinger" und der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ).

Bereits am Mittwoch hatten die Sternsinger den neuen Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) im Kanzleramt besucht. Die vier Mädchen und Jungen kamen aus Wolfsburg im Bistum Hildesheim. Seit Kanzler Helmut Kohl die Sternsinger 1984 erstmals empfing, kommen sie jedes Jahr ins Kanzleramt. Die Tradition des Besuchs beim Bundespräsidenten wurde 1982 vom damaligen Amtsinhaber Karl Carstens begründet. (tmg/KNA)