Aktivisten wollen auf Klimawandel aufmerksam machen

Jesuiten unterstützen Blockaden von Autobahnzufahrten

Aktualisiert am 24.01.2022  –  Lesedauer: 

Nürnberg ‐ Der "Aufstand der Letzten Generation" möchte mit Blockaden im Berufsverkehr auf den Klimawandel aufmerksam machen. Einige Jesuiten solidarisierten sich nun mit den Aktivisten, darunter Pater Jörg Alt – der zuletzt ebenfalls Schlagzeilen machte.

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Mehrere Jesuiten haben sich mit den Aktivisten solidarisiert, die in Berlin Autobahnzufahrten während des morgendlichen Berufsverkehrs blockierten. Die Aktionen des "Aufstands der Letzten Generation", mit denen in Deutschland Personen- und Gütertransport behindert werden sollen, sei sozialethisch legitimierbar, sagte Pater Jörg Alt von der Jesuitenmission am Montag in Nürnberg.

"Uns läuft die Zeit davon: Die Wissenschaft belegt, dass in den kommenden vier bis zehn Jahren die entscheidenden Weichen gestellt werden müssen, um das 'Weiter-So' in eine drei Grad heißere Welt mit unvorstellbaren Katastrophen noch aufhalten zu können", fügte er hinzu. Die Störungen kosteten lediglich Zeit, machten aber darauf aufmerksam, dass der Klimawandel schon jetzt Menschenleben koste.

Jesuitenpater sorgte für Schlagzeilen

Alt machte zuletzt Schlagzeilen, weil gegen ihn wegen Diebstahls im schweren Fall ermittelt wird. Er hatte von Einzelhändlern weggeworfene Lebensmittel genommen und an Menschen verteilt. Damit will er eine Straffreiheit des sogenannten Containerns, wie es die Ampel-Koalition plant.

Bei der Blockade-Aktion gehe es darum, Politik und Gesellschaft aufzurütteln, sagte der Pater. Andere Mittel wie Demonstrationen, Petitionen, Appelle und Konferenzen seien gescheitert. Die Aktivisten wollten stören, aber nichts zerstören. "Sie handeln gewaltfrei und mit großer Sorge, jede Gefährdung für Leib und Leben zu vermeiden."

Neben Alt unterstützen weitere hochrangige Jesuiten aus dem Bereich "Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit" die Proteste, wie der Orden mitteilte. Darunter seien der Leiter des Sekretariats Soziale Gerechtigkeit und Ökologie an der Generalskurie in Rom, Xavier Jeyaraj, der Direktor des Jesuit Justice and Ecology Network Africa, Charles Bwayla Chilufya, der Direktor des Development Office der Jesuit Conference India-South Asia, Siji Chacko, sowie Pedro Walpole, Director of Research des Instituts Environmental Research For Social Change auf den Philippinen. (KNA)