Trotz Mitgliederverlust und Corona-Pandemie mehr Einnahmen

Katholische Kirche nimmt 6,7 Milliarden Euro Kirchensteuern ein

Aktualisiert am 28.07.2022  –  Lesedauer: 

Bonn ‐ Die katholische Kirche in Deutschland hat 2021 so viele Mitglieder wie noch nie verloren und musste mit den Folgen der Corona-Pandemie kämpfen: Dennoch kletterten die Kirchensteuer-Einnahmen auf den zweithöchsten jemals gemessenen Wert.

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Die katholische Kirche in Deutschland hat trotz Mitgliederverlust und Corona-Pandemie im Jahr 2021 wieder mehr Kirchensteuern eingenommen als im Vorjahr. Die Einnahmen der 27 Diözesen kletterten mit rund 6,73 Milliarden Euro auf den zweithöchsten jemals gemessenen Wert, wie die Deutsche Bischofskonferenz (DBK) am Donnerstag in Bonn mitteilte.

2020 waren die Einnahmen zwischenzeitlich auf 6,45 Milliarden Euro gesunken. Im Vor-Pandemie-Jahr 2019 hatte die Kirche die Rekordsumme von 6,76 Milliarden Euro aus Kirchensteuern verzeichnet. Die 20 evangelischen Landeskirchen hatten 2021 einen Rekordwert von rund 6 Milliarden Euro eingenommen, wie sie bereits im April mitteilten. Sie liegen damit allerdings deutlich unter den Einnahmen der katholischen Bistümer.

Nach der bereits Ende Juni veröffentlichten Statistik hat die katholische Kirche in der Bundesrepublik im vergangenen Jahr rund 359.338 Mitglieder durch Kirchenaustritt verloren. Damit gehörten ihr noch 21,64 Millionen Menschen an. Die Zahl der Mitglieder der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) war 2021 mit insgesamt 19,72 Millionen Protestanten erstmals unter die 20-Millionen-Grenze gerutscht. Zugleich verzeichnete die Kirche mit 280.000 eine neue Höchstzahl an Austritten. Erstmals gehörten damit 2021 weniger als 50 Prozent der Deutschen einer der beiden großen Kirchen an. (KNA)