Das sei nicht nur Sache der Bischöfe

ZdK-Vizepräsidentin: Wir müssen mehr mit Rom sprechen

Aktualisiert am 06.12.2022  –  Lesedauer: 

Karlsruhe ‐ "Da sehe ich noch deutliche Aufgaben vor uns liegen. Wir müssen mehr in Rom vor Ort sein, reden und erklären": Laut ZdK-Vizepräsidentin Claudia Nothelle reiche es aber nicht aus, wenn nur die deutschen Bischöfe den Dialog suchten.

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Die Vizepräsidentin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Claudia Nothelle, hofft auf einen besseren Austausch und mehr Kommunikation zwischen der katholischen Kirche in Deutschland und dem Vatikan. "Da sehe ich noch deutliche Aufgaben vor uns liegen. Wir müssen mehr in Rom vor Ort sein, reden und erklären", sagte Nothelle der Freiburger Bistumszeitung "Konradsblatt". Auch reiche es nicht aus, wenn nur die Bischöfe den Dialog suchten. "Es wäre natürlich schön, wenn wir Laiinnen und Laien auch gehört würden."

Den Synodalen Weg der katholischen Kirche in Deutschland bezeichnete Nothelle als Chance. "Ich hoffe, dass die Kirche auch durch den Synodalen Weg wieder ein attraktiver Ort wird, um mit der Botschaft des Evangeliums in Kontakt und Berührung zu kommen." Dabei seien die Fragen und Themen keineswegs ein deutscher Sonderweg, so die ZdK-Vize. Auch in anderen europäischen Staaten und weltweit gebe es vergleichbare Anfragen an den Kurs der Kirche.

Vom 14. bis zum 18. November waren die deutschen Bischöfe zu Gesprächen mit den Vatikanbehörden und dem Papst in Rom. Diözesanbischöfe sind verpflichtet, in der Regel alle fünf Jahre gegenüber dem Papst einen Bericht über die Situation in ihrem Bistum abzugeben. Den Abschluss der Gespräche bildete ein inderdikasterielles Treffen der deutschen Bischöfe mit Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin, dem Präfekten des Glaubens-Dikasteriums, Kardinal Luis Ladaria, und dem Präfekten des Dikasteriums für die Bischöfe, Marc Ouellet. Letztere hatten deutliche Kritik am Synodalen Weg geäußert. (tmg/KNA)