Bud Spencer über die Religion und ein Leben nach dem Tod

"Ich brauche den Glauben"

Aktualisiert am 30.08.2015  –  Lesedauer: 
Glaube

Berlin ‐ Bud Spencer ist mittlerweile 85 Jahre alt. Im fortgeschrittenen Alter benötige er die Religion mehr denn je, gesteht der Schauspieler und Buchautor. Auch, weil sie ihm die Angst vor dem Tod nimmt. Spencer glaube daran, "dass man nicht wirklich stirbt".

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Trotz angeschlagener Gesundheit verspüre er aber weiterhin Lebensdurst: "Ich spüre diese Leidenschaft für das Leben Tag für Tag stärker." Spencer, der zusammen mit seinem Filmpartner Terence Hill durch zahlreiche schlagkräftige Westernkomödien bekannt wurde ("Vier Fäuste für ein Halleluja"), fügte hinzu, im fortgeschrittenen Alter benötige er die Religion mehr denn je: "Ich brauche den Glauben. Ich glaube an Gott, und das ist, was mich rettet. Und ich bete." Immer stärker erkenne er, "wie nichtig all das ist", worauf er früher großen Wert gelegt habe. Wer sich nur für vergängliche Dinge wie Sport und Berühmtheit einsetze und nur nach Ruhm und Erfolg strebe, "der ist ein Dummkopf".

Spencer heißt mit bürgerlichem Namen Carlo Pedersoli und nimmt es nach eigenen Worten mit Humor, dass bereits dreimal Falschmeldungen über seinen Tod verbreitet wurden: "Ich bin also daran gewöhnt, gestorben zu sein." Wenn es soweit sei, wolle er dem Tod mit Anstand gegenüber treten. "Das ist das entscheidende Wort, ich verwende es oft. Ich muss diesen Anstand aufbringen, im Leben. Und wenn das Urteil ergeht. Ja, ich muss dem Tod mit Anstand begegnen." Auf die Frage nach einem Wunsch für seine Henkersmahlzeit, antwortete er: "Spaghetti. Mit Jesus Christus." (bod/KNA)