Gutes Wetter lockt die Menschenmassen in die Innenstadt

Citypastoral

Seit gut 30 Jahren entstehen in deutschen Städten neue Seelsorgestellen insbesondere für Menschen, die über Gemeinden und andere kirchliche Angebote nicht oder nicht mehr erreicht werden.

Bonn - 07.01.2015

Hauptansatz jedes Citypastoral-Konzeptes: Kirche kommt zu den Menschen und begibt sich gleichzeitig dorthin, wo Menschen sich in ihrem Alltag aufhalten. Mitten im säkularen, konsumorientierten und hektischen Betrieb der Stadtzentren, Plätze und Einkaufszonen versucht Kirche, "Gottesberührung" zeitlich umgrenzt zu ermöglichen. Der Mensch in seiner aktuellen Lebenssituation wird ernst genommen; unabhängig gleich welcher Religion, ob Obdachloser, Banker, Innenstadtbewohner, junger Mensch, Sinnsucher oder spontan Neugieriger.

So heterogen deutsche Städte mit ihrer Einwohnerstruktur und urbanen Kultur ausgeprägt sind, so vielfältig sind auch die katholischen, evangelischen und ökumenischen Citypastoralansätze. Die Bandbreite reicht über grundsätzliche Glaubensinformation, Beratung/Seelsorge, experimentelle spirituell-meditative und liturgische Angebote, Verweil- und Rückzugsangebote bis hin zu Aktionen im öffentlichen Raum.

Mitarbeiter der Citypastoral sind bei Events und Aktionen der Stadtkultur präsent, auf Weihnachtsmärkten, Festivals oder bei Theaterprojekten. Eine regelmäßige Aktion ist beispielsweise die "Lange Nacht der Kirchen", bei der bis Mitternacht Kunstaktionen, Musik, Lesungen oder spirituell-experimentelle Angebote stattfinden. Citypastoral versucht neue Orte kirchlicher Präsenz so zu gestalten, dass Menschen, denen kirchliches Liturgieverständnis und Rituale fremd geworden sind, leichter Zugang finden. (mwi)

Netzwerk Citykirchenprojekte

Das Netzwerk Citykirchenprojekte umfasst fast 100 Projekte, viele in katholische oder in evangelischer, aber daneben auch in ökumenischer Trägerschaft.

"Offene Türen"

In mehreren Städten bieten die "Offenen Türen" im persönlichen Gespräch Lebensberatung, Krisenbegleitung und Seelsorge für Menschen in sozialen, seelischen und religiösen Nöten an.