Papstreise
Franziskus in einem Flugzeug mit einem Mikrophon vor Journalisten
Frauen, Sexuallehre, Meinungsfreiheit: Das waren die Themen bei der jüngsten fliegenden Pressekonferenz Franziskus'

Nicht wie die Kaninchen

Deutliche Worte und bildhafte Vergleiche gehören zu den Markenzeichen von Papst Franziskus - und er scheut sich auch nicht, sie vor Journalisten zu wählen, die sie unverzüglich in die Weltöffentlichkeit transportieren. Das zeigte der Pontifex aufs Neue auf dem Rückflug von Manila nach Rom . Dieses Mal ging es um die katholische Sexuallehre, Frauen in der Kirche, Korruption in der Kirche - und einen neuen Begriff, den der Papst auf seiner Reise prägte.
Papstreise
Franziskus besucht die Philippinen

"Do you love me?"

Dass der Papst live und in Farbe über die Kinoleinwand flimmert, dürfte auch für die tief gläubigen Menschen auf den Philippinen eine Seltenheit sein. Doch am Freitagmorgen konnten nicht nur die rund 20.000 Besucher in der Sport- und Konzertarena in Manila die Begegnung von Franziskus mit katholischen Familien mitverfolgen. Auch vor dem Gebäude sahen viele das Geschehen auf Bildschirmen - oder eben in Kinosälen, wo die Begegnung live übertragen wurde.
Weltkirche
Kinder bei einem Gottesdienst in Brasilien.
Jahresbericht Weltkirche 2012 veröffentlicht

532 Millionen Euro für Hilfsprojekte

Katholische Hilfswerke, Bistümer und Missionsorden aus Deutschland haben im vergangenen Jahr 532 Millionen Euro für pastorale und soziale Projekte in Afrika, Asien, Lateinamerika und Osteuropa zur Verfügung gestellt. Das geht aus dem Jahresbericht Weltkirche 2012 hervor, der am Donnerstag in Bonn veröffentlicht wurde. Den größten Anteil leisteten mit 401 Millionen Euro die Hilfswerke, die meisten Gelder flossen nach Afrika (160 Millionen Euro) und Lateinamerika (152 Millionen Euro).
Taifun Haiyan
Deutsche Hilfswerke sind drei Monate nach dem Taifun auf den Philippinen aktiv

Keine Ruhe nach dem Sturm

Am 8. November 2013 ging alles ganz schnell. Der Taifun "Haiyan" brauchte nur wenige Stunden, danach war auf den Philippinen nichts mehr wie zuvor. Infolge des Sturms starben Tausende Menschen, Millionen wurden obdachlos, Städte dem Boden gleichgemacht und ganze Landstriche zerstört. Drei Monate danach ziehen die katholischen Hilfswerke nun eine erste Bilanz. Ihr Fazit: Es bleibt noch viel zu tun.
Weltkirche
Eine Mariendarstellung hängt an einer verkohlten Wand einer Kirche nahe Alqosh im Norden des Irak.
Vielerorts flüchten Christen vor dem wachsenden Terror

Weihnachten in Angst

Für die Christen in Madalla wird es wohl lange nicht mehr eine unbeschwerte Weihnachtszeit geben. Das Fest 2011 hat alles verändert. Damals starben in der Kirche St. Theresa in der nigerianischen Stadt bei einem Terrorangriff 44 Menschen. "Es war ein schrecklicher Schlag für unsere Gemeinde", sagt Pastor Raph Imelo. Seither steht eine Mauer um die Kirche, sie wird von bewaffneten Männer bewacht, Gottesdienstbesucher werden durchsucht. Imelo beklagt verlorenes Vertrauen. Inzwischen "wird jeder Muslim verdächtigt". Vorbei die früher herzliche Beziehung zu Muslimen.
Christenverfolgung
Schluss mit der Verfolgungs-rhetorik
Hilfswerk "Kirche in Not" stellt Dokumentation über bedrängte Christen vor

Schluss mit der Verfolgungs-rhetorik

Um die Unterdrückung der Christen im Nahen Osten zu überwinden, müssten die verschiedenen Konfessionen "eine gemeinsame politische Vision" entwickeln. Dies sagte der Präsident von Caritas Libanon, Simon Faddoul, am Dienstag in München, wo er die Dokumentation "Christen in großer Bedrängnis" des Hilfswerks "Kirche in Not" vorstellte. Zudem müssten sie aus ihrer selbst verschuldeten Isolation heraustreten.
Papstreise
Papst sorgt bei seiner Reise für große Momente

Begeisterung bis zum Schluss

Während seiner Reise durch Sri Lanka und die Philippinen hat Franziskus die Menschen begeistert. Auch zum Abschied in Manila kamen noch einmal unzählige Menschen, um den Papst - dieses Mal bei schönem Wetter - zu verabschieden. Franziskus fuhr in einem offenen Wagen und winkte den Wartenden eine halbe Stunde lang zu. Insgesamt war der Papst eine knappe Woche unterwegs. Katholisch.de zeigt noch einmal Momentaufnahmen aus den sozialen Netzwerken.
Papstreise
Verregneter Besuch
Papst Franziskus besucht Taifun-Opfer in Tacloban

Verregneter Besuch

Mit zerzaustem Haar stand der Papst vor den Gläubigen, die Brille nass und der Saum seines liturgischen Gewands vom Pfützenwasser verschmutzt. Er trug einen dünnen Plastik-Regenmantel, genau wie Hunderttausende Gläubige, die bei Wind und Wetter zum Flaghafen nach Tacloban in den Zentralphilippinen gekommen waren, um das katholische Kirchenoberhaupt zu erleben. Am Ende musste sich Franziskus dem Wetter allerdings geschlagen geben.
Tsunami
Undatierte Aufnahme nach der Tsunami-Katastrophe am 26. Dezember 2004 im Indischen Ozean.
Zehn Jahre nach dem Tsunami: Leben, wo das Meer den Tod brachte

...als breche die Welt zusammen

Die Wahnsinnswellen, die Wucht des Wassers, der Höllenlärm, die Todesangst - bei den Überlebenden des Tsunamis im Indischen Ozean an Weihnachten 2004 ist das bis heute präsent. Wer aber die Orte der Zerstörung zehn Jahre später besucht, sieht blühende Touristenregionen in Thailand und ein lebendiges Wirtschaftszentrum in Indonesiens Provinz Aceh. Die verheerende Zerstörung von damals, die unzähligen Toten, Vermissten, Verletzten, Verzweifelten - kaum vorzustellen.
Südkorea
Der "Tigerstaat" der Kirche
Südkorea - eine katholische Erfolgsgeschichte

Der "Tigerstaat" der Kirche

Der 6. Asiatische Jugendtag ist offizieller Anlass für die am Mittwoch beginnende Südkorea-Reise des Papstes. Mit seinen rund 6.000 Teilnehmern hält sich das Treffen freilich in einem überschaubaren Rahmen - vergleicht man es mit dem Millionenpublikum der Weltjugendtage, aus denen heraus es Anfang der 1990er Jahre entwickelt wurde. Aber Franziskus dürfte bei der Wahl des ersten päpstlichen Reiseziels in Fernost seit 25 Jahren noch weitere Aspekte im Blick haben.