Jesuitengeneral Pater Arturo Sosa
Pater Arturo Sosa im exklusiven Interview mit katholisch.de

Jesuitengeneral: Was mir niemand über Papst Franziskus glaubt

Seit fast fünf Jahren steht Pater Arturo Sosa als Generaloberer an der Spitze der Jesuiten. Im katholisch.de-Interview erklärt der Jesuitengeneral, was ihn an Ordensgründer Ignatius fasziniert, wie die aktuelle Situation der Gesellschaft Jesu ist und welche persönliche Beziehung er zum Papst hat.

Von Roland Müller |  Rom - 12.07.2021

In diesem Jahr begeht der Jesuitenorden ein Jubiläumsjahr anlässlich des 500. Jahrestages der Bekehrung des heiligen Ignatius von Loyola. Im Interview erklärt der Generalobere der Gesellschaft Jesu, Pater Arturo Sosa, warum der Ordensgründer ein Vorbild für heutige Gläubige sein kann, was der Missbrauchsskandal für die Jesuiten bedeutet und wie die Beziehung des Papstes zu seinem Orden ist.

Frage: Was hat der heilige Ignatius von Loyola den Gläubigen unserer Tage überhaupt noch zu sagen?

Sosa: Das Leben von Ignatius kann uns vor allem zwei Dinge lehren: Das erste ist die große Fähigkeit, sich und sein Leben zu ändern – selbst ganz unerwartet. Der heilige Ignatius hielt nicht krampfhaft an seinem Plan für ein gelungenes Lebens fest, sondern ließ sich von nicht vorhersehbaren Geschehnissen leiten, wie etwa der Verwundung in der Schlacht von Pamplona oder dem Scheitern seines Plans, im Heiligen Land zu leben, was er sich eigentlich so sehr gewünscht hatte. Er ließ sich durch Rückschläge nicht unterkriegen und ging neue Wege. Dabei vertraute er auf den Heiligen Geist und gründete schließlich die Jesuiten. Ignatius wagte es, sich durch das Vertrauen auf Gott verändern zu lassen.

Frage: Und was ist der zweite bemerkenswerte Punkt im Blick auf das Leben des heiligen Ignatius?

Sosa: Die tiefe persönliche Begegnung mit Jesus Christus. Das war das Zentrum seines Lebens und ist auch die Mitte des Jesuitenordens sowie der ganzen Kirche – gestern und heute. Als Christen sind wir dazu aufgerufen, Christus in die Mitte unseres Lebens, unserer Gefühle und unserer Motivation zu stellen. Das war für Ignatius bei der Gründung der Gesellschaft Jesu eminent wichtig. Deshalb haben wir uns als Orden in diesem ignatianischen Jubiläumsjahr vorgenommen, die Ausrichtung auf Christus immer mehr ins Zentrum unserer Sendung zu stellen. Daher auch das Leitwort für dieses Jahr: "Alles in Christus neu sehen." Dieser ungewohnte Blickwinkel ist eine Bereicherung für die heutige Welt.

Frage: Aber benötigen die Menschen von heute überhaupt diesen neuen Blick des Ignatius, der sich von Ungewohntem verändern lässt?

Sosa: Auf jeden Fall, denn Ignatius hat erfahren, dass Gott in seinem Leben wirkt. Das Zweite Vatikanische Konzil hat den sogenannten "Zeichen der Zeit" eine besondere Bedeutung für die Kirche zugesprochen. Genau das hat auch Ignatius gelernt: Gott spricht in der Gegenwart zu den Menschen, zur Kirche, und gibt ihnen Zeichen für ihren Weg, auf den er sie einlädt. Angesichts des aktuellen Zustands der Kirche ist es besonders notwendig, die Zeichen der Zeit lesen zu können. Dazu gehört auch die Fähigkeit der Unterscheidung um zu erkennen, welche Zeichen wirklich von Gott stammen und welche ihren Ursprung in anderen Quellen haben, wie Ideologien oder politischen Vorstellungen.

Frage: Besonders in Europa und Nordamerika, aber auch auf anderen Kontinenten fordern Gläubige die Öffnung des Weiheamtes für Frauen und mehr Mitbestimmung in der Kirche. Sind das auch "Zeichen der Zeit"?

Sosa: Es spricht nichts dagegen, diese Forderungen zu stellen, denn sie greifen bedeutende Entwicklungen in der Gesellschaft auf. Aber man muss lernen zu lesen, ob es sich dabei um Zeichen der Zeit handelt, die im Sinne des Evangeliums sind. Wir müssen uns fragen, was die Kirche in Deutschland oder auch jede andere Ortskirche zu einer besseren Kirche Jesu Christi im Licht der Frohen Botschaft macht. Bei den Zeichen der Zeit geht es nicht darum, es sich in der Gegenwart bequem zu machen und möglichst wenig anzuecken. Von einigen Tendenzen in der Gesellschaft muss sich die Kirche auch abgrenzen. Deswegen ist es wichtig, unterscheiden zu lernen. Das bedeutet, mit dem Blick Jesu Christi zu wählen, wohin man geht. Es geht darum sich vom Evangelium, vom Heiligen Geist leiten zu lassen. Das ist in der Tat eine sehr schwierige Aufgabe, denn nicht immer ist offensichtlich, was Gott von uns will. Und man braucht Zeit dafür: Unterscheidung lernt man nicht von einem Tag auf den anderen.

Gottesdienst mit dem neuen Generaloberen der Jesuiten, Arturo Sosa Abascal am 15. Oktober 2016 in Rom.
Bild: © KNA

Arturo Sosa Abascal wurde im Oktober 2016 zum 31. Generaloberen des Jesuitenordens gewählt. Das Amt wird auf Lebenszeit verliehen. Der 72-jährige Priester aus Venezuela ist Theologe und Politikwissenschaftler.

Frage: Die Entscheidungen und Äußerungen des Papstes sind nicht immer leicht zu verstehen und manchmal auch widersprüchlich. Liegt das an der Unterscheidung der Geister? Kann den Papst besser verstehen, wer seine jesuitische Prägung und die ignatianische Spiritualität kennt?

Sosa: Wer mehr über die Geschichte der Jesuiten weiß und unsere Spiritualität kennt, versteht den Papst auf jeden Fall besser, denn er ist schließlich Jesuit. Aber man muss auch sagen, dass die Unterscheidung keine Entdeckung von Ignatius war. Sie gehört seit biblischen Zeiten zum Volk Gottes. Selbst Jesus Christus kennt diese Praxis: Ein gutes Beispiel hierfür ist die Nacht im Garten Getsemani vor seiner Passion. Jesus fragt sich, was er tun soll. Er weint, betet und schwitzt Blut, weil es solche Angst vor dem bevorstehenden Leiden hat. Doch er entscheidet sich schließlich, diesen Weg zu gehen. Oder die Propheten im Alten Testament: Sie haben eine Botschaft von Gott zu verkünden und wählen trotz Widrigkeiten den besten Weg aus, ihre Mission umzusetzen. Die Unterscheidung kommt also schon in der Bibel vor und ist kein Proprium der katholischen Kirche, sondern findet gewirkt durch den Heiligen Geist auch außerhalb von ihr statt. Außerdem glaube ich, dass die Bischofssynode zur Synodalität und die Vorbereitung auf sie in den Ortskirchen den Sinn in der Kirche dafür schärfen werden, wie wichtig die Unterscheidung der Geister ist.

Frage: Aber können Sie die Menschen verstehen, die die Entscheidungen und Äußerungen des Papstes nicht nachvollziehen können, weil sie in der Unterscheidung gründen, also in einem sehr persönlichen Akt?

Sosa: Es ist wichtig festzuhalten, dass wir hier nicht nur von der Unterscheidung einer Person sprechen, sondern der ganzen kirchlichen Gemeinschaft. Deshalb ist es so bedeutsam, den synodalen Geist in der Kirche anzuregen. Das betrifft alle, von geweihten Amtsträgern bis hin zu den Gläubigen in den Pfarreien. Sie alle haben in ihrem persönlichen Leben, aber auch in der Gemeinschaft der Kirche die Aufgabe, die Geister zu unterscheiden.

Frage: Was kann der Jesuitenorden zur synodalen Entwicklung der Kirche beitragen?

Sosa: Die Synodalität ist keine Erfindung von Papst Franziskus, sondern gründet im II. Vatikanum. Die Konzilsväter haben die Synodalität in die DNA der Kirche hineingeschrieben. Die Konstitution Lumen Gentium definiert sie als wanderndes Gottesvolk geleitet durch den Heiligen Geist. Das Volk und die Gemeinschaft stehen dabei im Zentrum. Erst davon ausgehend werden die Rollen der Bischöfe, Priester und Ordensleute in der Kirche beschrieben. Das müssen wir heute wiederentdecken und diese Struktur des Dienstes und der Gemeinschaft immer mehr in der Kirche verwirklichen. Der Beitrag von uns Jesuiten, die wir besonders in den Bereichen der Theologie, Erziehung und Seelsorge engagiert sind, ist die Verpflichtung zur Umsetzung des Zweiten Vatikanischen Konzils. Wir sind dazu aufgerufen, jetzt alles Notwendige zu tun, um die Synodalität in der Kirche voranzubringen.

Frage: Wenn wir ein wenig auf die Geschichte der Jesuiten schauen: Worin besteht die größte Leistung des Ordens? Und wo hat er Schuld auf sich geladen?

Sosa: Ich maße mir nicht an, diese Frage zu beantworten, denn es ist eine Geschichte von mehr als 500 Jahren, unzähligen Personen und tausenden Aufbrüchen. Die Gesellschaft Jesu war und ist so divers und in so vielen unterschiedlichen Ländern präsent, dass mir solch ein Urteil unmöglich erscheint.

Frage: Das ist natürlich verständlich. Aber ich greife doch ein schmerzhaftes Thema auf: Der Missbrauch, der auch in Kirchengemeinden und Schulen der Jesuiten geschehen ist. Stellt das ein großes Problem für den Orden dar?

Sosa: Das Thema des Missbrauchs ist bei uns Jesuiten leider präsent, aber es herrscht auch bei anderen Einrichtungen und Institutionen vor. Meiner Ansicht nach haben wir sehr stark auf das Problem reagiert und setzen uns heute mit ganzer Kraft für das Wohl von Kindern und Jugendlichen in unseren Schulen und Pfarreien ein. Zunächst haben wir anerkannt, was geschehen ist und detaillierte Aufarbeitungsprozesse in vielen Ländern gestartet, etwa in Deutschland, aber auch in Irland, Kanada, den USA oder in Chile. Uns war dabei wichtig, alles so transparent wie möglich zu tun. Wir haben um Vergebung gebeten und auch Wiedergutmachung geleistet. Jetzt steht die Prävention von Missbrauch im Fokus. Wir wollen in unseren Einrichtungen eine "sichere Umgebung" für alle schaffen, eine "Kultur des Kindeswohls". Das ist leider nicht immer einfach, denn die kulturellen Unterschiede in den einzelnen Ländern sind sehr groß. Uns ist aber wichtig, möglichst bald überall ein hohes Niveau an Prävention und Transparenz beim Thema Missbrauch zu erreichen. Die Zeit des Vertuschens ist vorbei.

Der heilige Ignatius von Loyola (1491-1556) ist der Gründer der Gesellschaft Jesu, wie die Jesuiten offiziell heißen.

Frage: In Deutschland wurde jüngst die Jesuitenprovinz aufgelöst und eine Provinz für Zentraleuropa gegründet. Hat die Zahl der Berufungen in Europa derart stark abgenommen, dass dieser Schritt nötig wurde?

Sosa: Die Mitgliederzahlen der Jesuiten haben sich sehr verändert, besonders in Europa und den USA. Unsere Strukturen machen wir jedoch nicht so sehr von Zahlen abhängig, sondern von der bestmöglichen Erfüllung unseres Auftrags. Europa hat sich in den vergangenen Jahrzehnten zu einer starken politischen Gemeinschaft entwickelt, in der die Kommunikation untereinander viel einfacher ist und Grenzen zunehmend weniger Bedeutung haben. Deshalb ist es für uns nicht mehr so wichtig, unsere Provinzen ausschließlich an Ländergrenzen auszurichten. Diese Entscheidungen hängen auch mit Überlegungen zusammen, wie wir unsere Mittel am besten für unseren Auftrag nutzen können. Die Errichtung der neuen zentraleuropäischen Provinz war ein sehr langer Prozess der Unterscheidung. Aber er steht in einer Reihe ähnlicher Zusammenlegungen in den vergangenen Jahren, etwa zu einer frankophonen Provinz in Europa oder einer einzigen Ordensprovinz in Spanien. Auch auf anderen Kontinenten stehen ähnliche Veränderungen an. Diese Strukturen werden zudem nicht für die Ewigkeit geschaffen, sondern können etwa in 20 Jahren angepasst werden, wenn die äußeren oder inneren Umstände sich geändert haben sollten. In diesem Punkt ist der Jesuitenorden eine sehr flexible Organisation, anders als etwa die Benediktiner, die als Orden Zusammenschlüsse von einzelnen Klöstern haben. Dort sind Veränderungen schwieriger. Bei unseren Ordenseinrichtungen sind wir ebenfalls flexibel. Ein Beispiel: Der Jesuiten-Flüchtlingsdienst ist international aufgestellt und passt sich den aktuellen Erfordernissen an. So wie sich die Wege der Flüchtenden ändern, verändert sich auch dieser Dienst.

Frage: Lassen Sie uns doch auf die Zahlen schauen: Wo ist der Orden am Wachsen, wo gibt es weniger Jesuiten?

Sosa: Wenn wir uns allein an den Zahlen orientieren, ist Europa immer noch unser Fokus. Allerdings befinden sich dort auch die ältesten Mitbrüder. Die Berufungen sind in Europa eher wenige, verglichen mit den Zahlen von vor 75 oder 50 Jahren. In Afrika hat die Gesellschaft Jesu sehr hohe Eintrittszahlen und wächst stetig. Das hat auch mit der Bevölkerungsentwicklung in den meisten afrikanischen Staaten zu tun, denn dort gibt es viele junge Menschen. In Europa gibt es hingegen weniger Jugendliche und daher auch nicht so viele Berufungen. In Lateinamerika etwa hält sich die Zahl der Jesuiten sehr stabil, aber in Indien leben ein Viertel aller Jesuiten: 21 Provinzen mit mehr als 4.000 Mitgliedern.

Frage: Sie stehen an der Spitze der Gesellschaft Jesu. Wie halten Sie diesen Orden zusammen, dessen Mitglieder im Ruf stehen, große Individualisten zu sein?

Sosa: (Lacht) Das ist nur möglich, weil die Einheit des Ordens nicht nur von seiner Leitung gewährleistet wird, sondern von jedem Jesuiten selbst. Wir sind ein Körper und Jesus ist unser Haupt – nicht ich als Generaloberer. Bei diesem Thema ist das Gelübde des Gehorsams besonders wichtig. Doch der Gehorsam gilt nicht einer menschlichen Vereinigung, sondern gegenüber dem Heiligen Geist, gegenüber unserer Mission. Deshalb ist es nicht die Aufgabe der Ordensleitung zu befehlen, sondern zu schauen, an welcher Stelle im Orden und darüber hinaus jeder Jesuit am besten unserem Auftrag dienen kann. Das setzt voraus, dass alle Ordensmitglieder möglichst gut ausgebildet sind, selbst denken können und unterschiedlich sind. Diversität ist ein Erkennungsmerkmal von uns Jesuiten. Das sieht man an der Mulitkulturalität unserer Gemeinschaft: Noch nie kamen Jesuiten aus derart vielen unterschiedlichen kulturellen Kontexten. Das ist ein großer Reichtum, aber auch eine enorme Herausforderung. Wir müssen uns immer die Frage stellen, wie wir diese Vielfalt für unsere Mission einsetzen. Genau das wachzuhalten ist meine Aufgabe als General.

Das Symbol der Jesuiten in der Apsis der Hauptkirche des Ordens Il Gesu in Rom.
Bild: © katholisch.de

Das Symbol der Jesuiten in der Hauptkirche des Ordens Il Gesù in Rom.

Frage: Sie haben den Gehorsam erwähnt, für den die Jesuiten bekannt sind. Aber Gehorsam kann auch falsch verstanden werden…

Sosa: Natürlich, das stimmt. Es gibt so viele satirische Vergleiche der Gesellschaft Jesu mit dem Militär. Aber es ist bei uns genau das Gegenteil. Wir wollen keinen Kadavergehorsam, sondern suchen Männer, die selbstständig denken und unterscheiden können. Gehorsam bedeutet, gemeinsam zu suchen, wie und wo man am besten seinen Beitrag zum Ganzen leisten kann. Das habe ich während meines ganzen Lebens als Jesuit so erfahren können.

Frage: Als Generaloberer der Jesuiten haben Sie große Einflussmöglichkeiten und werden deshalb auch "schwarzer Papst" genannt. Kürzlich haben Sie diese Bezeichnung vehement abgelehnt. Warum? Es ist doch auch eine Art Auszeichnung…

Sosa: Ich mag diese Bezeichnung überhaupt nicht! Denn sie ist das genaue Gegenteil von dem, was die Jesuiten als ihren Auftrag ansehen. Man will mit diesem Ausdruck aussagen, dass der Generalsuperior der Jesuiten eine ähnliche Macht hat wie der Heilige Vater. Das stimmt nicht und ich kann es auch nicht akzeptieren, nicht einmal als Witz. Jesuiten wollen den Menschen und der Kirche dienen, indem sie sich dem Papst zur Verfügung stellen. Es darf daher keinen zweiten Papst geben. Wir Jesuiten legen deshalb ein besonderes Gelübde ab, nicht nach kirchlichen Ämtern und Titeln zu streben, auch nicht nach dem Bischofsamt – geschweige denn nach dem Papststuhl.

Frage: Heute ist der Nachfolger Petri in Rom aber ein Jesuit. Wie ist die Beziehung des Ordens zum Papst?

Sosa: Papst Franziskus ist in erster Linie das Kirchenoberhaupt und nicht ein Jesuit. Er hat viele Jahre seines Lebens im Orden verbracht und das hat ihn natürlich geprägt – positiv, will ich meinen. (lacht) Aber die Beziehung der Jesuiten zu ihm ist keine andere als zu jedem anderen Papst auch. Wir ordnen uns immer dem Papst unter, wer er auch sein möge. Aber natürlich gibt es auch eine andere Beziehungsebene zum Papst, denn wir kennen uns persönlich, sprechen dieselbe Sprache und haben eine ähnliche Spiritualität. Aber der Papst ist der Papst. Es gibt einen riesengroßen Respekt vor ihm und seinem Amt seitens der Jesuiten, aber auch Respekt des Papstes vor der Arbeit unseres Ordens – jedoch nicht nur für die Jesuiten, auch gegenüber anderen Orden. Papst Franziskus hat eine große Nähe zu allen Orden und geistlichen Gemeinschaften.

Frage: Es gibt also keine besondere Zuneigung des Papstes zu den Jesuiten?

Sosa: Es glaubt mir oft niemand, aber ich habe keinen kürzeren Draht zum Papst als andere Ordensobere. Wenn ich mit Franziskus sprechen will, muss ich das genauso wie alle anderen über seinen Sekretär erbitten.

Von Roland Müller