Nachfrage sei so groß wie nie

Bald täglich: Impfaktion im Wiener Stephansdom wird noch ausgeweitet

Aktualisiert am 30.11.2021  –  Lesedauer: 

Wien/Linz ‐ Impfen in Gotteshäusern steht durchaus in der Kritik: Trotzdem wird die Aktion im Wiener Stephansdom noch einmal deutlich ausgeweitet. Dass er wegen des Angebots auch beschimpft werde, kümmere ihn nicht, sagt Dompfarrer Toni Faber.

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Der Wiener Stephansdom hat sein Impfangebot aufgrund des enormen Zulaufs erweitert. Anstatt nur von Donnerstag bis Sonntag (10-20 Uhr) wird ab 6. Dezember täglich in der Barbarakapelle gegen Covid-19 geimpft, kündigte der Malteser Hospitaldienst am Dienstag in Wien an. Gemeinsam mit den Johannitern koordiniert er die Aktion im Auftrag der Dompfarrei.

Die Nachfrage sei so groß wie nie, sagte Malteser-Einsatzleiterin Gabrielle Scarimbolo. Seit August seien 17.817 Impfungen mit dem Biontech-Vakzin verabreicht worden, davon 10.123 seit Novemberbeginn und 2.872 allein am vergangenen Wochenende.

Dompfarrer: "Es ist alternativlos"

Dompfarrer Toni Faber berichtete in der "Kronenzeitung" (Montag) von vielen dankbaren Rückmeldungen; der Dom biete einen "Rahmen für die Impfung, der sie zusätzlich ermutigt hat", so der Hausherr der Kathedrale. Dass er in anderen Reaktionen auch beschimpft werde, kümmere ihn nicht: "Es tut weh, aber ich will nicht wehleidig sein, denn da müssen wir durch. Es ist alternativlos", sagte Faber. Bereits zuvor hatte der Dompfarrer die Aktion gegen Kritik verteidigt und betont, kein Mitleid mit Ungeimpften zu haben.

Auch in mehreren deutschen Städten stehen Gotteshäuser für Impfungen gegen Corona offen. Eine Impfaktion in Kirchen und kirchlichen Einrichtungen in Sachsen war am ersten Adventssonntag ein "voller Erfolg", wie es hieß. Im Paderborner Dom kann man sich am 11. Dezember impfen lassen. (tmg/KNA)