Himmelklar – Der katholische Podcast

Seelsorger auf Wangerooge: Warum ein Pfarrer als Wattführer arbeitet

Aktualisiert am 29.06.2022  –  Lesedauer: 
Egbert Schlotmann
Bild: © privat

Wangerooge ‐ Egbert Schlotmann ist Pfarrer auf der Insel Wangerooge und diplomierter Wattführer. Im Interview sprach der Seelsorger über seine Arbeit auf dem Eiland, die Vorteile der Urlauberpastoral und die Klimakrise.

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Er ist der erste Pfarrer, der Sommerurlauber als diplomierter Führer mit ins Wattenmeer nimmt. Egbert Schlotmann, Pfarrer der Kirchengemeinde St. Willehad auf Wangerooge, begleitet sie als Seelsorger. Die Inselbesucher sprechen mit ihm über ihren Alltag, ihre Ehe, Familie oder andere Lebensthemen. Die Corona-Pandemie haben die Insulaner selbst zu spüren bekommen und kämpfen mit den Auswirkungen der Klima-Katastrophe.

Frage: Für viele stehen jetzt Sommerferien an, manche machen Urlaub auf der Insel, vielleicht auch bei Ihnen. Sie sind Pfarrer auf Wangerooge und auch Urlaubsseelsorger. Wie können wir uns das vorstellen, was machen Sie genau?

Schlotmann: Meine Aufgabe ist mehrgeteilt: Zum einen bin ich erst mal Pfarrer dieser Gemeinde hier. Das ist eine kleine katholische Gemeinde mit 250 Katholiken, die dazugehören. Das ist wirklich sehr klein, aber eine Diaspora-Gemeinde mit über 1.000, die keiner Konfession angehören beziehungsweise auch 500, glaube ich, die evangelisch sind. Das zweite ist: Ich bin dadurch, dass ich als Exerzitienleiter und geistlicher Begleiter ausgebildet bin, auch oft angefragt für Exerzitien. Das dritte ist: Ich bin in der systemischen Beratung ausgebildet, Ehe-, Familien- und Lebensberater, sodass Leute zu Beratungen kommen. Das sind die drei Schwerpunkte, die ich setze.

Und dann ist da natürlich noch der ganz große Schwerpunkt, der gesetzt wird: Das ist die Urlaubsseelsorge, die vor allem jetzt im Sommer ist und auch sehr viel Zeit einnimmt, die ich aber gerne mache. Es kommen die unterschiedlichsten Leute aus ganz Deutschland zu uns, derzeit ist Nordrhein-Westfalen hier viel vertreten auf der Insel. Das ist so mein Schwerpunkt, wo ich mit einem Team im Sommer immer mit den Urlaubern ins Gespräch komme. Ostern ist noch mal ein ganz hoher zeitlicher Schwerpunkt, über Pfingsten und dann nach Weihnachten. Weihnachten selbst gar nicht mal. Aber nach Weihnachten und über Silvester bieten wir dann für die Urlauber Angebote unterschiedlichster Art und Weise an.

Ich sage immer, wir sind eine Teamgruppe, die ihre Talente anbietet. Jede und jeder von denen, die herkommen, bieten ihre Talente an. Und das, was sie anbieten, ist dann für die Urlauber und Urlauberinnen bestimmt. Und auch für unsere Leute, die hier sind. Wobei die kommen weniger, weil die natürlich jetzt in der Sommerzeit am meisten arbeiten müssen. Manche haben sogar auch zwei Stellen, damit sie über die Runden kommen.

Frage: Wer sind diese Menschen genau, die zu Ihnen kommen? Und worüber sprechen Sie dann?

Schlotmann: Das ist wirklich ganz unterschiedlich. Manchmal kommen Leute, die einfach direkt nach dem Gottesdienst kommen und sagen: Oh, Sie scheinen frei zu sein, mit Ihnen würde ich gerne mal über dieses oder jenes Thema sprechen. Ganz oft sind es Lebensfragen, ganz oft aber auch Glaubensfragen. Im Urlaub, habe ich den Eindruck, haben Leute mehr Zeit, noch einmal über den Glauben nachzudenken. Wir haben unsere Kirche fast immer voll. Das ist schon erstaunlich im Gegensatz zu anderen Kirchen möglicherweise! Aber dadurch, dass hier Menschen sich auch Zeit nehmen für Glauben und für Spiritualität, ist es so, dass Menschen dann auch mit ihren Anliegen kommen.

Es kann schon mal sein, dass es gerade im Urlaub Zwistigkeiten gibt mit dem Partner, mit der Partnerin oder mit den Kindern. Das ist manchmal Thema. Manchmal ist aber auch das Thema: Kann ich in dieser Kirche noch bleiben? Möchte ich in dieser Kirche bleiben? Ganz oft gibt es die Frage nach Spiritualität: Wo geht mein Leben hin? Wie ist gerade mein Leben geprägt? Und manchmal ist es auch ein Beratungsgespräch im Sinne von: Wie ist gerade die Ehe oder die Partnerschaft? Es ist ein ganz buntes Publikum, das mit seinen ganz bunten Fragen auf uns zukommt.

Frage: Überlegen Sie dann gemeinsam, wie es weitergehen kann oder wie sind Ihre Ansätze? Was können Sie den Menschen mit auf den Weg geben?

Schlotmann: Genau. Manchmal ist es so, dass es mehrere Gespräche gibt, gerade bei Exerzitien, wo ich jeden Tag mit den Leuten, die zu Exerzitien kommen, ein Gespräch führe. Das ist dann prozessorientiert: Jeden Tag mit einem kleinen Impuls, und dann schaue ich: Was hat der letzte Tag gegeben? Was ist dran für denjenigen oder für diejenige, die hier in Exerzitien ist? Das ist das eine. Das ist wirklich so prozessorientiert. Bei Menschen, die in Beratungen kommen, die auch längere Zeit bleiben, ist es ähnlich. Da würde ich auch mit denen auf das eigene Thema schauen. Es ist ja immer wichtig, welches Anliegen die Menschen haben.

Es gibt aber auch Menschen, die einfach sagen: Nach Wangerooge komme ich nur einmal, der Pfarrer scheint in Ordnung zu sein, also mit dem kann ich sprechen. Und die wissen, dass sie mich dann nachher nicht wiedersehen und können dann bestimmte Dinge einfach hier loslassen und der Weite oder dem Meer überlassen.

Wangerooge
Bild: ©Adobe-Stock/Andre Bonn

Wangerooge liegt in der Nordsee. Sie ist die östlichste der sieben bewohnten Ostfriesischen Inseln.

Frage: Nicht in jedem Urlaub hat man die gleiche Möglichkeit, ob man jetzt in den Bergen wandert oder auf der Insel die Zeit verbringt. Sie sind jetzt als erster Pfarrer diplomierter Wattführer geworden. Da werden Sie auch spirituelle Touren anbieten, die ins Wattenmeer führen. Wie ist es dazu gekommen?

Schlotmann: Mein Anliegen war damals: Ich bin seit sieben Jahren hier auf der Insel und ich dachte: Ich kenne natürlich einiges von der Insel, aber ich weiß gar nicht, mit wem, mit welchen Tieren und mit welchen Pflanzen ich hier zusammenlebe. Mit den Menschen habe ich relativ schnell Kontakt aufgenommen, habe im ersten Jahr alle unsere Gemeindemitglieder zu deren Geburtstagen besucht. Das war ganz schön!

Ich habe aber nachher gedacht: Na ja, wir sind ja nicht als Menschen alleine auf dieser Insel, sondern umgeben natürlich von ganz viel Weite. In dieser Weite entdecken wir vieles an verschiedenen Pflanzen- und Tierarten – man kann das gut in Büchern nachlesen. Und gleichzeitig dachte ich: Was kann ich denn mit dem Wissen machen? Dann hatte ich überlegt, mit der hiesigen Nationalparkverwaltung zu sprechen und zu fragen: Kann ich mich anbieten als Wattführer? Dadurch, dass derzeit wenige Wattführer hier auf der Insel sind – wir sind nur zu dritt oder zu viert – haben sie sofort "Hurra" gerufen, sie haben also sofort gesagt: Ja, das ist gut, das können wir gut gebrauchen.

Mein Anliegen war jedoch immer auch, das mit der Spiritualität in Verbindung zu bringen, also zu schauen: Was hat das Watt, was hat das Meer, was hat die Weite mit meinem Leben zu tun? Das finde ich ganz spannend. Ich habe die ersten Wattführungen jetzt hinter mir, um wahrzunehmen: Es kommen Leute wirklich unterschiedlichen Alters, vor allem aber junge Erwachsene bis hin ins reifere Erwachsenenalter hinein, um sich einfach mit dem Watt auseinanderzusetzen. Ich biete immer das an, was jeder Wattführer auch anbietet, also die Information zum Watt und zu dem, was man entdecken kann. Gleichzeitig verbinde ich das mit der Spiritualität, mit der eigenen Spiritualität, mit dem eigenen Leben, mit dem, was mich dann auch beschäftigt, derzeit – oder in meinem Leben bisher beschäftigt hat.

Frage: Jetzt können die Menschen Ihnen ja wieder ins Watt folgen und auch die Insel und die Gemeinde besuchen. Das war zeitweise nicht so, da mussten alle Touristen von den Inseln runter. Wie hat es sich angefühlt während der Corona-Pandemie und den einzelnen Stationen, die wir in den zweieinhalb Jahren durchlaufen haben?

Schlotmann: Ich würde sagen, es hatte etwas Zweigespaltenes. Das eine ist, dass wir ganz dankbar waren, dass wir als Insulaner mal unter uns waren. Da konnte man sehen, es waren nur Insulaner hier auf der Insel. Gäste durften ja einige Zeit gar nicht kommen. Ich glaube, vier oder fünf Wochen war das so. Das war eine Zeit lang wirklich angenehm, das wahrzunehmen: Ach, jetzt sind wir alle unter uns, die Corona-Pandemie bleibt sozusagen auf dem Festland und wir kriegen wenig davon ab – hatte man gedacht. Das war das eine.

Das Zweite jedoch: Die Insulaner leben ja von den Touristen. Das heißt, nach drei, vier Wochen war es auch schon schnell klar: Oh, irgendwie vermissen wir natürlich auch die vielen Menschen, die kommen. Es ist ja für uns auch ein Geschenk, wenn Menschen kommen. Nicht nur aus der Perspektive, dass sie etwas nehmen und Geld dalassen, das andere ist ja aber auch, dass sie uns bereichern. Ich finde immer für uns als Gemeinde ist es etwas ganz Entscheidendes, die Gastfreundschaft zu leben. Wir könnten ohne die Gäste, die hier sind, gar nicht unsere Gemeinde so leben, wie wir sie leben wollen. Wir sagen: Jeder bereichert den anderen auch. Die Gäste, die da sind, bereichern uns – und wir bereichern die Gäste als Insulaner. Das ist für mich ein ganz wichtiges und entscheidendes Moment, dass wir ein Miteinander sind.

Das eine ist schon, dass wir wahrgenommen haben: Ach, es ist auch mal ganz schön, so für sich zu sein. Und wenn wir dann am Strand entlang gelaufen sind, weil wir ja Zeit hatten, wir konnten alle nicht groß arbeiten, dann wusste man: Ah, das ist ein Insulaner. Bei 1.300 Leuten ist es relativ schnell klar.
Das andere ist einfach: Wir haben natürlich die Menschen vermisst, die uns regelmäßig besuchen, die hier auch ein Stückchen Heimat finden, zumindest dann in der Urlaubszeit. Die bereichern uns ja einfach auch sehr.

Frage: Das sind die Menschen, die für eine kurze Zeit Heimat finden. Für Sie ist es jetzt ja schon länger eine Heimat. Wie fühlt es sich für Sie an, die Insel als neue Heimat entdeckt zu haben?

Schlotmann: Ich muss sagen, ich bin ja zweimal gefragt worden, ob ich mir vorstellen kann, hierher zu kommen nach Wangerooge. Beim ersten Mal habe ich gesagt: Na ja, das weiß ich nicht so ganz genau, ich muss es mir mal anschauen. Als der Bischof dann ein zweites Mal gefragt hatte, dachte ich: Ja gut, dann schaue ich mir das wirklich noch mal an und gehe noch mal intensiver hin. Und ich habe es wirklich seitdem kein Mal bereut. Ganz im Gegenteil. Ich erlebe wirklich etwas, was für mich meine Spiritualität ausmacht und auch meinen Glauben ausmacht.

Ich bin gerne in diesem Glauben verbunden mit dieser Spiritualität, die da heißt: Die Weite, die Freiheit, die Offenheit, all das gehört für mich zum Christsein dazu. All das entdecke ich hier wirklich sehr intensiv. Es ist wirklich toll! Auf einer Insel ist natürlich erst mal eine Begrenztheit da. Man kann nicht weiter gehen als bis zur Nordsee. Und übers Wasser können wir noch nicht gehen.
Aber gleichzeitig wahrzunehmen, das, was noch weiter zu sehen und zu entdecken ist, hat auch was mit meinem Leben zu tun. Das ist nämlich diese Weite, von der ich gerade erzählt habe. Die Tiefe auch, die man entdecken kann. Das ist für mich wirklich etwas ganz Wunderbares. Und das möchte ich gerne auch den Menschen etwas näherbringen.

„Mein Anliegen war immer auch, das mit der Spiritualität in Verbindung zu bringen: Also zu schauen, was hat das Watt, was hat das Meer, was hat die Weite mit meinem Leben zu tun?“

—  Zitat: Egbert Schlotmann, Pfarrer der Kirchengemeinde St. Willehad auf Wangerooge

Frage: Auf dem Weg dahin haben Sie einige Jahre vorher eine Zwischenstation eingelegt und sind 1998 ins Kapuzinerkloster eingetreten. Da sind Sie aber nicht geblieben…

Schlotmann: Das war damals bei mir so, dass ich gerne Priester war und bin. Das bin ich auch weiterhin – sogar sehr gerne. Dann war es 1998 so, dass überlegt worden ist, jetzt werde ich Pfarrer. Und damals konnte ich mir nicht vorstellen, Pfarrer zu werden und so schnell dann für eine Gemeinde verantwortlich zu sein. Ich wollte aber gerne Priester sein. Und dadurch, dass ich schon bei den Kapuzinern und Franziskanern in Münster mitstudiert habe – unter anderem, ich habe zwar an der Uni studiert, aber war dort immer regelmäßig und hatte Freunde dort. Da dachte ich, ich muss es jetzt ausprobieren: Ist das was für mich, Kapuziner zu sein? Franziskus war für mich immer eine Idealfigur und eine Leitfigur. Ich dachte, mit den Franziskanern, mit den Kapuzinern könnte ich mich dann zusammentun, um im Sinne des Franziskus zu leben.

Ich habe aber relativ schnell gemerkt, das ist doch nicht mein Weg und bin dann zurückgegangen. Ich war zehn Jahre in einer Gemeinde, die im Dorstener Bereich ist, im nördlichen Kreis Recklinghausen, die zum Bistum Münster gehört, wo ich vieles von dem, was mir wichtig ist, leben konnte. Ich konnte im sozialen Bereich tätig sein und die Freiheit leben. Da, muss ich sagen, habe ich noch mal zehn Jahre genossen, bis ich dann irgendwann gefragt worden bin, hier auf die Insel zu gehen.

Frage: Was wir von Ihnen schon gehört haben, leben Sie ja jetzt auch auf der Insel vielleicht im Sinne des Franziskus inzwischen wieder, zumindest naturverbunden. Wir haben die Krise, die durch die Corona-Pandemie ausgelöst wurde, gerade schon thematisiert. Wir befinden uns aber in einer weiteren Krise: Welche Auswirkungen der Klimakrise bekommen Sie auf der Insel zu spüren?

Schlotmann: Die, würde ich sagen, ist schon sehr heftig. Also zumindest, was ich so wahrnehme von den Stürmen, die wir hier im Frühjahr hatten. Man erzählt zwar immer, Stürme hat es immer gegeben, was ja auch stimmt. Genau vor 60 Jahren hat es einen ganz heftigen Sturm gegeben, der zumindest von Hamburg her bekannt gewesen ist. Auch hier ist ein Teil dieser Insel überflutet worden. Aber jetzt dadurch, dass relativ schnell viele Stürme im Frühjahr und im Winter gewesen sind, fällt das schon sehr stark auf. Diese Klimakatastrophe ist nicht ohne! Wir als Insulaner haben da schon auch die Sorge: Wie kann das weitergehen?

Jedes Jahr wird bei den Stürmen – das hat es schon immer gegeben, auch in den letzten Jahren und Jahrzehnten – der Sand durch den Ostwind und durch die Stürme weggetrieben und weggepustet. Der Sand muss immer wieder neu an den Sandstrand gebracht werden. Das kostet natürlich Unmassen an Geld. Aber wenn das nicht passieren würde, würde die Insel entweder durchbrechen oder darunter leiden, dass es keinen Strand gibt. Damit würden natürlich auch keine Touristen mehr kommen. Und letztendlich wäre es so, wenn diese Insel nicht mehr existieren würde, wäre auch das Festland bedroht. Inseln sind ja gleichzeitig immer auch Schutz für das Festland hier vor Ort.

Frage: Sehen Sie auch uns Christen oder die Kirchen in der Verantwortung, noch ein bisschen mehr für unsere Schöpfung zu tun und gegen diese Klimakrise zu arbeiten?

Schlotmann: Das würde ich schon sagen! Da bin ich auch so auf politischem Wege im Sinne von: Da müssen wir schon auch als Christen wirklich mit anpacken, im guten Sinne des Wortes, dass wir sagen: Was ist denn unser Anliegen? Die Schöpfung in den Blick zu nehmen und nicht einfach nur in den Blick zu nehmen, sondern auch etwas dafür zu tun. Wir haben das in diesem Jahr auch zum Thema gemacht für unsere Urlaubsseelsorge.

Zum Thema Schöpfung und Meer bieten wir verschiedene Aktionen an, die das im Kleinen angehen. Wir machen dann Müllsammelaktionen, wir wollen mal aus einer Müllaktion ein Kunstwerk gestalten, um noch mal darauf aufmerksam zu machen: Was ist denn das, was hier an Müll angeschwemmt wird? Und nicht nur von den großen Schiffen, die gegebenenfalls irgendwelche Netze haben fallen lassen oder weggeworfen haben, sondern es gibt auch immer mal Touristen, die ihre Zigarettenstummel liegen lassen. Was da an Müll produziert wird, wollen wir in den Blick nehmen und fragen: Wo können wir auch diese Welt noch ein wenig mehr schützen?

Frage: Was gibt Ihnen bei all dem Hoffnung?

Schlotmann: Ich bin ja wirklich ein gläubiger Mensch. Daher habe ich jetzt keine großen Sorgen oder keine großen Ängste. Hoffnung habe ich immer aus der Botschaft Jesu. Da würde ich schon sagen, da bin ich wirklich so geprägt, dass ich kein zweifelnder Mensch bin. Natürlich gibt es auch Zweifel in meinem Leben, keine Frage. Aber die Hoffnung überwiegt im Großen und Ganzen.

Und ich habe die Hoffnung, dass ich immer noch viele Menschen sehe, die mit mir, mit uns als Gemeinde, mit uns, die wir das Klima in Schutz nehmen wollen, die wir die Schöpfung in den Blick nehmen wollen, dass sie mit uns an einem Strick ziehen. Das ist meine große Hoffnung! Ich sehe, dass wir da nicht alleine sind, sondern wirklich umgeben sind von Freunden und Freundinnen, die diesen Weg mitgehen.

Von Katharina Geiger