"Zeichen der Zeit im Licht des Evangeliums zu deuten"

Bischof Bätzing: Zweites Vatikanisches Konzil prägt auch Synodalen Weg

Aktualisiert am 11.10.2022  –  Lesedauer: 

Bonn ‐ So wie beim Zweiten Vatikanischen Konzil gelte es auch beim Synodalen Weg in Deutschland, "die Zeichen der Zeit im Licht des Evangeliums zu deuten, Erstarrungen aufzubrechen", sagt der DBK-Vorsitzende.

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Das vor 60 Jahren eröffnete Zweite Vatikanische Konzil hat aus Sicht des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz (DBK), Georg Bätzing, großen Einfluss auf den Reformdialog der Kirche in Deutschland. "Das Konzil ist auch prägend für unseren Weg der Umkehr und Erneuerung mit dem Synodalen Weg", erklärte Bätzing am Dienstag.

Der DBK-Vorsitzende äußerte sich zum 60. Jahrestag der Eröffnung des Konzils. Mit der von Papst Johannes XXIII. (1958-1963) einberufenen Versammlung begann eine Erneuerung in Struktur und Liturgie der katholischen Kirche sowie ihre Öffnung zum Dialog mit anderen Konfessionen und Religionen.

"Zeichen der Zeit im Licht des Evangeliums zu deuten"

So wie beim Konzil gelte es auch beim Synodalen Weg, "die Zeichen der Zeit im Licht des Evangeliums zu deuten, Erstarrungen aufzubrechen", sagte Bätzing. Dies sei damals auch die "prophetische Kraft" Johannes' XXIII. gewesen, als er das Konzil einberief.

"Kirche ist nicht abgeschottet hinter Mauern, sie lebt und wirkt in unserer Gesellschaft", so der Bischof von Limburg weiter. "Bei allen Krisen, die wir derzeit auch innerkirchlich erleben, dürfen wir hinter dieses Ziel nicht zurück: Kirche ist für die Menschen da."

Auch der Hamburger Erzbischof Stefan Heße würdigte das Konzil als einen Impuls für die Synodalität. Sie bedeute, dass das ganze Volk Gottes auf einem gemeinsamen Weg sei, so der Erzbischof in einer auf der Internetseite des Erzbistums veröffentlichten Videobotschaft. "Ich habe den Eindruck, dass Papst Franziskus wieder einen Schritt in der Entfaltung des Zweiten Vatikanischen Konzils nach vorne geht", sagte Heße. (tmg/KNA)