Ein Kandidat liegt während seiner Priesterweihe auf dem Boden.
Newsticker: Corona und die Kirche, 21. April

Berlin erlaubt wieder Gottesdienste mit bis zu 50 Teilnehmern!

+++Newsticker+++ - Die ganze Welt ist von der Corona-Pandemie betroffen. Auch das kirchliche Leben ist eingeschränkt: Gottesdienste und andere Veranstaltungen fallen aus, Christen helfen, Christen erkranken. Im katholisch.de-Newsticker gibt es täglich ein aktuelles Bild der Lage in Deutschland und der Weltkirche.

Bonn - 21.04.2020

18:20 Uhr: Online-Angebote und analoges Beten zum Heilig-Rock-Fest in Trier

Trotz Absage der Heilig-Rock-Tage soll das Fest in diesem Jahr online gefeiert werden. Zudem sei der Trierer Dom mit der Heilig-Rock-Kapelle am Freitag von 10.00 bis 16.00 Uhr zum persönlichen Gebet geöffnet, unter Wahrung der vorgeschriebenen Abstandsregeln und des Infektionsschutzes, teilte das Bistum Trier am Dienstag mit. In der Heilig-Rock-Kapelle befindet sich demnach der Schrein mit der Tunika, die der Überlieferung nach als Leibrock Jesu gilt. Das Gewand selbst ist nicht zu sehen.

Um 17.00 Uhr feiert Bischof Stephan Ackermann zudem einen nicht-öffentlichen Gottesdienst mit Station in der Heilig-Rock-Kapelle, der live im Internet übertragen wird, unter https://t1p.de/bistum-tr-domstream. Auch das Abendlob um 21.00 Uhr wird live übertragen.

Die Heilig-Rock-Tage sollten vom 24. April bis zum 3. Mai stattfinden, wurden allerdings wegen der Corona-Krise abgesagt. Für das kommende Jahr ist das Bistumsfest vom 16. bis zum 25. April angesetzt. Die Heilig-Rock-Tage sind aus der Heilig-Rock-Wallfahrt 1996 hervorgegangen. Im vergangenen Jahr nahmen rund 30.000 Menschen an den Veranstaltungen teil. (KNA)

18:05 Uhr: Caritas Frankfurt setzt auf neue Social-Media-Kampagne

Der Caritasverband Frankfurt will mit einer Kampagne in den Sozialen Netzwerken auf seine Dienste in Corona-Zeiten aufmerksam machen. Unter #Menschenstaerker präsentieren die Einrichtungen der Caritas auf Youtube, Facebook und Instagram Ideen, Mitmach-Aktionen und Geschichten aus dem Alltag des Sozialverbandes, wie es am Dienstag in Frankfurt hieß. In Zeiten, in denen die Caritas nicht so nah am Menschen sein könne wie sonst, böten die Sozialen Medien Chancen, "um trotzdem in Kontakt zu bleiben und füreinander da zu sein". (KNA)

17:40 Uhr: EU-Bischöfe fordern europäische Solidarität in der Corona-Krise

Die EU-Bischofskommission COMECE hat vor einer Abkehr von europäischen Werte in Zeiten der Corona-Pandemie gewarnt. Die EU scheine gelähmt, die Mitgliedsstaaten folgten nationalen Interessen, kritisiert COMECE-Präsident Kardinal Jean-Claude Hollerich in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift "La Civilta Cattolica". Fehlende Solidarität während der Krise könne die EU "tödlich verwunden".

Obwohl Patienten aus Italien und Frankreich in Deutschland und Luxemburg behandelt werden, leidet laut Hollerich die europäische Solidarität. Er fürchte, dass dadurch viele vom europäischen Projekt enttäuscht würden. "Europa kann nicht ohne eine Idee von Europa, ohne Ideale aufgebaut werden", so der Kardinal. Besonders die Bilder des überfüllten Flüchtlingslagers auf Lesbos und Tausender Schiffbrüchiger im Mittelmeer hätten dem europäischen Ideal zuletzt "tiefe Wunden zugefügt".

Hollerich forderte die EU auf, Pläne für die Zeit nach der Corona-Krise zu erarbeiten und dabei auch die ärmeren EU-Staaten zu berücksichtigen. "Dies wird die letzte Chance sein, die dem europäischen Projekt gegeben wird, und ich hoffe von ganzem Herzen, dass die Länder des Nordens ein Solidaritätsprojekt mit denen Südeuropas umsetzen werden – nicht mit Erpressung, sondern mit allen erdenklichen Anstrengungen", so der COMECE-Präsident. (KNA)

16:45 Uhr: Erzbistum Bamberg gibt 100.000 Euro Corona-Hilfe für arme Länder

Das Erzbistum Bamberg stellt 100.000 Euro für die von der Corona-Pandemie betroffenen Menschen in Entwicklungsländern bereit. Das Geld kommt aus dem Katastrophenfonds der Erzdiözese, wie diese am Dienstag mitteilte. Erzbischof Ludwig Schick sagte: "Es gibt bereits viele Infizierte in Ländern, in denen kaum ärztliche Behandlung oder Versorgung möglich ist. Unsere Hilfe ist dringend erforderlich." Das Geld werde vom Bischöflichen Hilfswerk Misereor und dem Missionsärztlichen Institut Würzburg dort verwendet, wo Hilfe am dringendsten gebraucht werde.

Das Missionsärztliche Institut beschaffe Hygiene- und Schutzkleidung für Ärzte und Pflegepersonal sowie Materialien für Kliniken, Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen. Misereor kümmere sich um die Notleidenden in den Slums der Großstädte und den Flüchtlingscamps in Afrika und im Nahen Osten. Diese seien durch die Corona-Krise von Kontakten mit der Außenwelt weitgehend abgeschnitten. Der Mangel an Nahrung, Wasser, Kleidung und Medikamenten sei dadurch noch prekärer als ohnehin schon geworden.

Schick fügte hinzu, als Vorsitzender der Kommission Weltkirche der Deutschen Bischofskonferenz bekomme er täglich erschreckende Nachrichten über die Auswirkungen des Virus in Afrika, Asien und Lateinamerika. Die Corona-Folgen in diesen Regionen seien verheerend. Eine weitere Virus-Verbreitung und eine Verschärfung der Situation wären katastrophal. "Wir dürfen die Ärmsten der Armen nicht im Stich lassen", mahnte Schick. Er rief daher zu Spenden für das Hilfswerk Misereor auf. (KNA)

16:30 Uhr: Theologe Spielberg: Seelenheil hängt nicht von Gottesdienst ab

In der Diskussion um eine schnelle Aufhebung von Gottesdienstverboten rät der Freiburger Theologe Bernhard Spielberg zu Gelassenheit. "Gott will niemanden vom Heil ausschließen, schon gar nicht, weil er derzeit keinen Gottesdienst besuchen kann, sondern ihn vielleicht nur über das Internet verfolgt", sagte Spielberg am Dienstag der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) in Freiburg. Gelebtes Christentum zeige sich nicht allein in der Anbetung Gottes, sondern in der Solidarität mit den Mitmenschen. "Nächstenliebe ist buchstäblich heilsnotwendig, sie schafft Heil und Heilung", so der Pastoraltheologe. "Jetzt ist die Zeit, Eucharistie als eine Haltung des Teilens und der Gegenwart Gottes in dem, was gebrochen ist, zu leben. Es wird wieder die Zeit kommen, sie auch zu feiern."

Spielberg sagte, die Pandemie verstärke gesellschaftliche Herausforderungen und Fragen. "Wer einsam ist, wird noch einsamer. Wer technisch fit ist und mit digitalen Medien umgehen kann, spielt das nun voll aus." Dies sei auch eine Herausforderung für Kirche und Religion. Dabei komme es entscheidend auf die Inhalte kirchlicher Angebote an und nicht auf die Form ihrer medialen Verbreitung: "Ob mich eine Predigt berührt, sie etwas mit meinem Leben zu tun hat, hängt nicht davon ab, ob ich in der Kirche sitze oder sie über das Internet höre."

In gewisser Weise könne die Lage mit leeren Kirchen als "prophetischer Blick in die Zukunft" verstanden werden, sagte Spielberg. "Schon vor Corona waren unsere Kirchen häufig sehr leer. Wir sollten jetzt nicht versuchen, möglichst schnell zu den alten Rezepten zurückzukehren, sondern kreativ nach neuen Antworten suchen, was Menschen heute und künftig von Glaube und Religion erwarten." Dazu gehöre etwa ein Nachdenken darüber, wie Kirche Menschen verbinden kann. "Wenn wir jetzt und auch künftig Zeichen der Solidarität und des Miteinanders setzen können, die nicht an nationalen Grenzen enden, dann wäre das ein echtes, bleibendes Zeichen von Heil, über die Corona-Krise hinaus." (KNA)

16:20 Uhr: Berlin erlaubt ab 4. Mai Gottesdienste mit bis zu 50 Personen

Das Land Berlin erlaubt ab 4. Mai Gottesdienste mit bis zu 50 Teilnehmern. Voraussetzung sei, dass die notwendigen Hygiene- und Abstandsvorschriften eingehalten werden, gab Kultursenator Klaus Lederer (Linke) am Dienstag bei einer Senatspressekonferenz bekannt. Bereits ab Mittwoch seien private oder familiäre Zusammenkünfte mit bis zu 20 Teilnehmenden gestattet, sofern diese aus zwingenden Gründen erforderlich seien wie die Begleitung Sterbender, Trauerfeiern, Taufen und Trauungen.

Lederer erklärte, die Begrenzung auf 50 Gottesdienstteilnehmer orientiere sich an größeren Sakralbauten, in denen Eintritt und Verlassen sowie das Eintragen in Teilnehmerlisten so möglich seien, dass die Sicherheitsauflagen eingehalten werden könnten. Generell sei die maximale Teilnehmerzahl jedoch von den räumlichen Bedingungen des jeweiligen Sakralbaus abhängig. Maßgeblich sei ein Mindestabstand der Gottesdienstbesucher von 1,5 Meter "in alle Richtungen". Der Kultursenator betonte, der Senat sei in diesen Fragen in ständiger Kommunikation mit den Religionsgemeinschaften. Er wisse, dass die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz und das Erzbistum Berlin intensiv an Schutzkonzepten arbeiteten. An den Gesprächen der Bundesregierung mit dem Religionsgemeinschaften seien die Länder aber nicht beteiligt und erwarteten schnelle Informationen über die Ergebnisse, da die Länder die Vereinbarungen umsetzen müssten.

Das Land Brandenburg erlaubt bereits seit Montag wieder religiöse Zeremonien, besonders Taufen und Bestattungen, mit bis zu 20 Teilnehmenden. Auch Gottesdienste sollen nach Angaben der Landesregierung ab Anfang Mai wieder freigegeben werden. Zur Begründung der Lockerung verwies die Regierung auf die Vereinbarung der Bundesregierung mit den Kirchen, im Laufe dieser Woche Konzepte vorzulegen, wie Gottesdienste unter den Abstands- und Hygieneregeln abgehalten werden können. (KNA)

16 Uhr: Kardinal verteidigt Verschiebung von Weltfamilientreffen und WJT

Kardinal Kevin Farrell, Leiter der Kurienbehörde für Laien, Familie und Leben, hat die Verschiebung des katholischen Weltfamilientreffens und des Weltjugendtages verteidigt. "Angesichts der weltweiten Situation und des Coronavirus, der unsere Leben und die Welt auf vielfältige Weise geändert hat, mussten wir darüber nachdenken, ob es möglich sein würde, solche Veranstaltungen in einer so kurzen Zeitspanne zu organisieren", sagte er am Dienstag dem Portal "Vatican News".

Die Sicherheit der Menschen, die oft von weither anreisten, müsse gewährleistet sein, so der Kardinal. Darum sei es derzeit "nicht ratsam", zu solchen Veranstaltungen einzuladen. Zudem hätten die logistischen und finanziellen Vorbereitungen bereits in diesen Wochen beginnen müssen. Das sei wegen der Einschränkungen durch die Pandemie aber kaum möglich.

Am Montag hatte Papst Franziskus entschieden, die beiden katholischen Großereignisse um jeweils ein Jahr zu verschieben. Das für Sommer 2021 in Rom geplante Welttreffen katholischer Familien soll nun im Juni 2022 stattfinden. Der nächste große Weltjugendtag war ursprünglich für 2022 in Lissabon vorgesehen; er wurde auf August 2023 verlegt. Weltjugendtage sind die größte Massenveranstaltung der katholischen Kirche. Zu den Abschlussgottesdiensten mit dem Papst kommen Hunderttausende Teilnehmer. Die Weltjugendtage wurden von Johannes Paul II. (1978-2005) ins Leben gerufen und finden inzwischen in der Regel alle drei Jahre als weltweites Großtreffen statt. Das erste Weltfamilientreffen wurde 1994 in Rom veranstaltet; seither fand es alle drei Jahre statt. (KNA)

15:45 Uhr: Ab Mitte Mai wieder Gottesdienste in Österreich

In Österreich sollen ab 15. Mai wieder öffentliche Gottesdienste möglich sein. Das kündigte Bundeskanzler Sebastian Kurz am Dienstag vor den Medien in Wien an. Der Generalsekretär der Österreichischen Bischofskonferenz, Peter Schipka, sagte der Presseagentur Kathpress, die Bischöfe arbeiteten intensiv an einem Stufenplan, wie das kirchliche Leben und in einem ersten Schritt öffentliche Gottesdienste wieder hochgefahren werden können. Man sei in guten Gesprächen mit der Regierung.

Kurz betonte bei der Pressekonferenz, auch bei Gottesdiensten sei die wichtigste Grundregel, "dass überall die Abstandsregeln eingehalten werden". Details sollen am Donnerstag vorgestellt werden. Kurz sagte, die Freiheit der Religionsausübung sei ein "sehr, sehr hohes und auch verfassungsrechtlich geschütztes Gut". Er sei allen Religionsgemeinschaften sehr dankbar, "wie verantwortungsvoll" und einvernehmlich die Maßnahmen der Regierung mitgetragen würden. (KNA)

15:30 Uhr: Verbände: "Tag der Diakonin" findet in anderer Form statt

Der "Tag der Diakonin" findet aufgrund der Corona-Pandemie in anderer Form statt. Die Veranstalter rufen für den 29. April zur Beteiligung im analogen und digitalen Raum auf, wie sie am Dienstag mitteilten. Unter dem Schlagwort #frauendiakonat solle deutlich werden, "wie notwendig und dringend Änderungen in der Kirche sind". Plakate zum Aktionstag könnten heruntergeladen und etwa in Schaukästen, an Türen und Fenstern aufgehängt werden, hieß es weiter.

In der aktuellen Krisenzeit werde deutlich, "dass Frauen das soziale und mitmenschlichen Leben aufrecht halten", heißt es in der Mitteilung vom Katholischen Frauenbund (KDFB), der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschland (kfd), dem Netzwerk Diakonat der Frau und dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK). Wenn etwa Krankenhausseelsorgerinnen oder weibliche Pflegekräfte künftig zur Diakonin geweiht werden könnten, hätten sie Anteil am "amtlichen Handeln der Kirche. Sie würden der Kirche guttun." Die Forderung nach einer entsprechenden Öffnung sei heute "noch dringlicher", hieß es.

Der "Tag der Diakonin" wird seit 1997 jährlich am 29. April begangen. Dies ist der Festtag der heiligen Katharina von Siena (1347-1380). (KNA)

14:55 Uhr: Erste digitale Vollversammlung von Chiles Bischöfen

In der Corona-Krise hat die erste digitale Vollversammlung der Chilenischen Bischofskonferenz begonnen. Bis Donnerstag besprechen die Bischöfe und Apostolischen Verwalter der 27 Diözesen per Videokonferenz aktuelle Fragen. "Das Treffen findet erstmals in seiner Geschichte auf diese Weise statt", heißt es in einer Mitteilung des Vorsitzenden, Militärbischof Santiago Silva (Montag Ortszeit), zur insgesamt 120. Vollversammlung. (KNA)

14:15 Uhr: Jüsten sieht gute Chancen für Gottesdienste ab Mai

Der Leiter des Katholischen Büros, Karl Jüsten, sieht für öffentliche Gottesdienste ab Mai realistische Chancen. Die aktuellen Gespräche ließen hoffen, dass die Bundesregierung und die Landesregierungen bei ihrer Konferenz am 30. April dafür "grundsätzlich grünes Licht geben werden", sagte Jüsten laut Vorabmeldung der "Saarbrücker Zeitung" (Mittwoch). Die Gottesdienste würden dann zunächst aber ganz anders aussehen. Die genauen Voraussetzungen würden derzeit erarbeitet.

"Insbesondere müssen Regeln getroffen werden, dass durch den Gesang niemand infiziert werden kann", sagte Jüsten. Denkbar sei, dass Gottesdienstbesucher weit auseinander sitzen und Mundschutz tragen. Überlegt werde zudem, ob der Priester die Kommunion mit Maske und Handschuhen oder mit einer Zange oder einem Löffel austeile. Er betonte: "Entscheidend ist, dass der Kommunionempfang würdig bleibt und gleichzeitig den Anforderungen des Infektionsschutzes Rechnung getragen wird."

Taufen und Trauungen sollten weiterhin nur in Ausnahmefällen möglich sein. Auf Priesterweihen und Firmungen werde vorerst verzichtet. (KNA)

14:10 Uhr: Benediktinerinnen nähen Masken für Evangelische Akademie

Wie ökumenische Nachbarschaftshilfe pragmatisch und schnell funktioniert, zeigt ein aktuelles Beispiel aus Tutzing. Als die Evangelische Akademie Tutzing bei den Missions-Benediktinerinnen nachfragte, ob das Kloster der Einrichtung 100 Mundmasken zur Verfügung stellen könne, kam die positive Antwort schon eine Stunde später, wie die Einrichtung am Dienstag mitteilte. Nur ein paar Tage habe es gedauert, bis die Lieferung an der Pforte des Klosters bereitgestanden habe.

"Über dieses Zeichen ökumenischer Verbundenheit und Freundschaft habe ich mich sehr gefreut", erklärte Akademiedirektor Udo Hahn. Er dankte Schwester Renate Basler, die diese Hilfsaktion geleitet habe. Sie habe ihm auch die Tasche persönlich überreicht - mit allen guten Wünschen für die Mitarbeiterschaft der Akademie.

"Die Masken helfen uns in der Akademie dort, wo Beschäftigte im Einsatz sind", sagte Hahn. Auch wenn aktuell kein Tagungsbetrieb stattfinde und die Aktivitäten der Denkwerkstatt im digitalen Raum abgehalten würden, seien Mitarbeitende, aber auch Handwerker bei der Arbeit. "Dass wir jetzt eine Grundausstattung an Mundmasken haben, ist eine großartige Sache", so der Akademiedirektor. "Das Kloster hat uns die Masken kostenlos überlassen, aber wir werden uns natürlich erkenntlich zeigen, etwa mit Tagungsgutscheinen für interessierte Schwestern." (KNA)

13:50 Uhr: Trotz Lockerungen keine Gottesdienste in Thomas- und Frauenkirche

Trotz der Lockerungen der Corona-Beschränkungen werden in der Leipziger Thomaskirche und der Dresdner Frauenkirche zunächst weiter keine Gottesdienste gefeiert. Für die Thomaskirche seien Gottesdienste mit nur 15 Teilnehmern keine Option, teilte die evangelische Kirchgemeinde am Dienstag mit. Die Frauenkirche setzt nach eigenen Angaben bis auf weiteres auf digitale Angebote. Religionsgemeinschaften dürfen sich in Sachsen seit Montag wieder mit bis zu 15 Teilnehmern versammeln.

"Selbst wenn wir zehn Gottesdienste hintereinander anbieten, riskieren wir vor der Tür einen Ansturm der Risikogruppen und werden dennoch Menschen abweisen müssen", sagte Thomaskirchenpfarrerin Britta Taddiken. Die Gemeinde erarbeite daher aktuell ein Konzept, mit dem sich alle Abstands- und Hygieneregeln einhalten ließen. Dieses solle bei den Behörden eingereicht werden. Ziel sei es, demnächst zwei oder drei verkürzte Sonntagsgottesdienste feiern zu können.

Der Pfarrer der Dresdner Frauenkirche, Sebastian Feydt, sagte, man erkenne an, dass die derzeitige Regelung nicht für Citykirchen wie die Frauenkirche gedacht sei. "Wir setzen daher derzeit weiterhin auf soziale Medien und senden Grüße und Impulse", ergänzte er. Gottesdienste im Kirchengebäude fänden noch nicht statt. (epd)

13:45 Uhr: Brandenburger Grüne wollen mehr Gottesdienste zulassen

Die Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen im Brandenburger Landtag, Petra Budke, hat sich für weitere Lockerungen bei öffentlichen Gottesdiensten ausgesprochen. "Ich sehe den großen Bedarf, den es an Gottesdiensten gibt", sagte Budke am Dienstag in der wöchentlichen Pressekonferenz ihrer Fraktion. "Gerade in der Krise ist es für viele Menschen wichtig, auch wieder einen Gottesdienst besuchen zu können." In Brandenburg können derzeit nur Taufen und Bestattungen stattfinden. Dabei ist die Teilnahme auf 15 Personen pro Gottesdienst begrenzt. Die Grünen sind in Brandenburg im Rahmen der dortigen Kenia-Koalition an der Regierung beteiligt. (KNA)

13:30 Uhr: Bischof Hanke weiht Sänger und Installateur zu Priestern

Der Eichstätter Bischof Gregor Maria Hanke wird am 2. Mai zwei Diakone zu Priestern für seine Diözese weihen. Nach aktueller Planung findet die Weihefeier wegen der Corona-Beschränkungen unter Ausschluss der Öffentlichkeit in der Eichstätter Schutzengelkirche statt, wie das Bistum am Dienstag mitteilte. Welche Sicherheitsvorkehrungen es dabei pandemiebedingt gebe, werde noch diskutiert, hieß es. Die Gläubigen seien eingeladen, eine medial verbundene Gebets- und Gottesdienstgemeinschaft zu bilden. Dazu werde der Gottesdienst ab 9.30 Uhr unter anderem auf der Internetseite www.bistum-eichstaett.de/live übertragen.

Die beiden Priesterweihe-Kandidaten heißen Ralph Heiligtag und Andreas Lerch. Heiligtag, 46, stammt aus Bamberg und ist Mitglied der geistlichen Gemeinschaft Vor-Oratorium Sankt Josef in Ingolstadt. Er hat Rechts- und Wirtschaftswissenschaften sowie Opern-, Konzert- und Liedgesang studiert und war zudem als Moderator beim Bayerischen Rundfunk tätig. Derzeit wirkt er als Diakon in seiner Praktikumspfarrei, der Münsterpfarrei "Zu Unserer Lieben Frau" in Ingolstadt. Lerch, 34, ist in Oberschlesien geboren und in Ingolstadt aufgewachsen. Der gelernte Gas- und Wasserinstallateur verbringt sein Diakonat in der Pfarrei Sankt Willibald in Neumarkt-Woffenbach. (KNA)

13 Uhr: Maskenpflicht in Baden-Württemberg – Gottesdienste im Mai

Baden-Württemberg führt ab dem 27. April eine Pflicht ein, beim Einkaufen und im Öffentlichen Personennahverkehr Mund und Nase zu bedecken. Dies soll helfen, die Verbreitung des Coronavirus zu dämpfen, wie Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) am Dienstag vor Journalisten erklärte. Er betonte, es gehe nicht um einen medizinischen Mundschutz; auch ein Schal oder ein Tuch reichten. Ungeklärt ist laut Kretschmann noch, ob und wie ein Verstoß bestraft nicht.

Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) erläuterte, dass am 4. Mai der Schulunterricht in den Abschlussklassen wieder beginnen soll. Von den 1,5 Millionen Schülern im Südwesten seien 330.000 betroffen. Damit ständen 75 Prozent der Lehrer für rund 22 Prozent der Schüler zur Verfügung, so Eisenmann.

Mit Blick auf die Wiederzulassung von Gottesdiensten werden laut Kretschmann "gerade die Konditionen verhandelt"; im Mai würden sie wieder möglich sein. Der Ministerpräsident betonte, Gottesdienste seien "ein problematischer Bereich". Als Beispiel nannte er das Singen, bei dem leicht Tröpfchen übertragen werden könnten. Die Kirchen zeigten sich aber "außerordentlich kooperativ". Gespräche gebe es auch mit Juden und Muslimen. (KNA)

12:40 Uhr: Studie: Hochverbundene Christen loben Internet-Gottesdienste

Gottesdienste im Internet können Experten zufolge in Corona-Zeiten ein zufriedenstellender Ersatz für Feiern mit der Gemeinde in Kirchengebäuden sein. Besonders hochverbundene Christen wüssten die digitalen Angebote der Kirche während der Krise zu schätzen, teilte das Sozialwissenschaftliche Institut der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) am Dienstag in Hannover mit.

Viele kirchentreue Christen haben den Ergebnissen einer Umfrage zufolge in diesem Jahr bedauert, keinen Ostergottesdienst besuchen zu können. Doch besonders sie lobten die digitalen Beiträge der Kirche zur gesellschaftlichen Krisenbewältigung: Dies waren 65,3 Prozent der Hochverbundenen insgesamt und 68,5 Prozent der evangelischen Hochverbundenen. Nach Ansicht der Experten ist es den Kirchen mit ihren elektronischen Angeboten gelungen, die Beziehung zu ihren Mitgliedern trotz der gegenwärtigen Einschränkungen weiterzuführen. Das Institut beteiligte sich erstmals an einer "Cosmo"-Befragung. Dabei fragen internationale Forschungsteams regelmäßig tausend Menschen nach den Folgen der Corona-Pandemie. Zu den Wissenschaftlern gehören unter anderem Experten des Robert Koch-Instituts, des Leibniz-Zentrums für Psychologische Information und Dokumentation sowie das Yale Institute for Global Health in den USA.

Der Direktor des Sozialwissenschaftlichen Instituts, Georg Lämmlin, kündigte weitere Untersuchungen seines Instituts an. Dabei gelte es, die Rolle der digitalen Präsenz von Kirche und Glauben nach der Corona-Zeit in der normalen Gemeindepraxis zu klären. Dazu müsse die Bedeutung des persönlichen Gottesdienstbesuchs, insbesondere im Zusammenhang mit dem Abendmahl, sowohl theologisch wie empirisch betrachtet werden. (epd)

12:20 Uhr: Bundesweit größter Motorrad-Gottesdienst abgesagt

Der bundesweit größte Motorrad-Gottesdienst am Hamburger Michel fällt in diesem Jahr aus. Mit mehreren tausend Besuchern zähle der "Mogo" zu den Großveranstaltungen, die durch die Corona-Verordnung verboten sind, sagte "Mogo"-Pastor Lars Lemke dem Evangelischen Pressedienst (epd). Auch eine Ersatzveranstaltung im kleinen Rahmen werde es nicht geben. Es sei im Moment nicht die richtige Zeit, unbeschwert ein Biker-Fest zu feiern, sagte Lemke. Im Sommer sollen dann die Planungen für den "Mogo 2021" beginnen.

Derzeit arbeitet das "Mogo"-Team noch an einer Botschaft für die Biker-Gemeinde. Die gemeinsame Erinnerung an verunglückte Biker zähle zu den wichtigen Ritualen im Gottesdienst, betonte Lemke. Dafür müsse auch in diesem Jahr eine geeignete Form gefunden werden. Mögliche Alternativveranstaltungen zum traditionellen "Mogo" seien "kein Thema", sagte Lemke. Das Biker-Treffen lebe von seinem "besonderen Flair" mit den vielen Maschinen, der Biker-Gemeinschaft und dem Gottesdienst im Hamburger Wahrzeichen. (epd)

12 Uhr: Medienanstalten: Livestreaming weiterhin vereinfacht

Das seit Beginn der Corona-Krise erleichterte Livestreaming von Konzerten, Gottesdiensten und anderen kulturellen Veranstaltungen soll vorerst beibehalten werden. Das teilten die Landesmedienanstalten am Dienstag in Berlin mit. Im Blick auf die jüngste Bund-Länder-Einigung zu Anti-Corona-Maßnahmen könne das vereinfachte Anzeigeverfahren für Livestreaming bis zum 31. August auf Veranstaltungen angewendet werden.

Auf die pragmatische Handhabung des Livestreamings hatten sich die Medienanstalten am 20. März verständigt. Angesichts der "anhaltend unsicheren Aussichten" für Veranstaltungen im kirchlichen und kulturellen sowie im Bildungs-Bereich solle dies für die nächsten Monate beibehalten werden, hieß es jetzt. Die 14 Landesmedienanstalten sind für die Aufsicht der privaten Radio- und Fernsehveranstalter zuständig. Gewisse Livestreams können unter den Rundfunkbegriff fallen und benötigten nach geltendem Recht grundsätzlich eine Zulassung.

Zu den Anforderungen der Anzeige von Livestream-Angeboten gibt es ein Merkblatt der Medienanstalten. Danach ist eine Ausstrahlung an einen kleineren Adressatenkreis von weniger als 500 zeitgleichen Zuschauern oder an einen geschlossenen Nutzerkreis nicht zulassungspflichtig, ebensowenig müssen einmalige oder sehr sporadische Übertragungen angemeldet werden. "Rundfunknah gestaltete" Angebote bedürfen indes einer Erlaubnis. (epd)

11:40 Uhr: EKD-Ratsvorsitzender zum Ramadanfest: Wir halten zusammen

Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, hat allen Muslimen in Deutschland seine Grüße und Wünsche zum Beginn des Fastenmonats Ramadan übermittelt. "Bei allen bestehenden Unterschieden zeigt sich eine elementare Gemeinsamkeit. Die Zusammenkunft mit anderen im Gebet und die gemeinschaftliche religiöse Praxis sind Grundbedürfnisse, die Christinnen und Christen mit Musliminnen und Muslimen verbinden", erklärte Bedford-Strohm am Dienstag in Hannover. Diese sollten sich auch "in diesen schwierigen Zeiten von der Gnade Gottes geleitet wissen".

Für die Muslime in Deutschland beginnt der Ramadan in diesem Jahr am 24. April und endet am 23. Mai, die Feiern beginnen bereits am Donnerstagabend. Bedford-Strohm ging auf die besondere Zeit der Corona-Pandemie ein, in der keine Veranstaltungen in Gotteshäusern stattfinden können und es auch im Ramadan nicht möglich ist, zum gemeinsamen Gebet in der Moschee zusammenzukommen. Er könne zwar nur erahnen, was es für muslimische Familien und Moscheegemeinden bedeuten muss, wenn Ramadan ohne das abendliche gemeinschaftliche Fastenbrechen und ohne das Gebet in der Moschee stattfindet, erklärte der bayerische Landesbischof: "Ich möchte Ihnen aber auf diesem Wege die herzlichen Grüße der Evangelischen Kirche in Deutschland übermitteln und Ihnen versichern, dass meine Gedanken und Segenswünsche bei Ihnen sind, auch dann, wenn es in diesem Jahr nicht zu direkten Begegnungen im Monat Ramadan kommen kann."

Der EKD-Ratsvorsitzende betonte, wie wichtig derzeit gesellschaftliche Solidarität sei: "Wir halten Abstand, aber wir halten auch zusammen. Das muss für den Dialog und das Miteinander von Menschen christlichen und islamischen Glaubens genauso gelten wie für die Gesellschaft insgesamt. Denn Krisenzeiten sind auch Bewährungsproben für unsere ethischen und religiösen Grundüberzeugungen." (epd)

11:20 Uhr: Online-Experte plädiert für Ausbau kirchlicher Angebote

Gottesdienste und interaktive Angebote im Internet sind nach Meinung des Berliner Landesonlinepfarrers Andreas Erdmann eine Chance für Kirchen und Gemeinden. Es sei wichtig, auf die Menschen zuzugehen und sie mit dem Evangelium dort zu erreichen, wo sie sich befinden. Dies gelte "sowohl örtlich als auch inmitten ihres Lebens", sagte Erdmann in Berlin dem Evangelischen Pressedienst (epd). Eine virtuelle Online-Kirche wäre eine niedrigschwellige Zugangsmöglichkeit für Menschen, "die nicht vor Ort in die Gemeinde gehen, um sich im Gemeindebüro vorzustellen oder den für sie fremden Kirchenraum mit der unverständlichen Liturgie in einem Gottesdienst besuchen möchten". Durch die Corona-Krise habe die Digitalisierung der Gemeindeangebote einen deutlichen Schub erfahren, sagte Erdmann weiter.

Zudem gebe es bereits jetzt innerhalb vieler Gemeinden die Vernetzung über unterschiedliche Plattformen, "nur eben leider häufig über datenschutzbedenkliche Plattformen". "Hier könnte eine gemeinsame virtuelle 3D-Kirchenlandschaft auf selbst verwalteten Systemen der Kirche eine rechtskonforme Unterstützung auch für die Arbeit vor Ort sein", sagte Erdmann. Insbesondere dort, wo Gläubige weit getrennt voneinander lebten und beispielsweise Konfirmandenkurse aufgrund der Entfernungen nicht mehr vor Ort stattfinden könnten, dürfte eine Online-Kirche hilfreich sein, sagte der Theologe weiter. Erdmann ist als Landesonlinepfarrer Ansprechpartner für Fragen der Digitalisierung in der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO). Auf seiner Homepage finden Kirchengemeinden viele Tipps für eigene Online-Angebote.

Erdmann plädierte dafür, der Kreativität beim Ausbau der interaktiven Angebote freien Lauf zu lassen. Als Beispiel verwies er auf einen sogenannten Minecraft-Gottesdienst am Ostersonntag, organisiert von der Cansteinschen Bibelanstalt Berlin und unterstützt durch die EKBO. Dort habe es die Möglichkeit gegeben, auf Youtube oder der Gaming-Plattform Twitch Jesu Leben vom Leiden bis zur Auferstehung im Spiel mitzugehen. Auch könnten im Rahmen eines live übertragenen Gottesdienstes Fürbitten über einen Chat- oder Messengerdienst von den Mitfeiernden eingebracht und dann im Gottesdienst vorgelesen und gebetet werden, nannte Erdmann ein weiteres Beispiel. (epd)

11 Uhr: Ernannter Bischof Meier: Seelsorge in Heimen nun überaus wichtig

Der ernannte Augsburger Bischof Bertram Meier hat pastorale Mitarbeiter dazu aufgerufen, die seelsorgliche Betreuung in Alten-, Senioren- und Pflegeheimen aktuell besonders im Blick zu behalten. Dies gelte gleichermaßen für Bewohner wie Personal, teilte Meier am Dienstag mit, und gerade jetzt in der Corona-Krise. Denn: "Ein Schwerpunkt der Erkrankungswelle verlagert sich zusehends auf die Alten- und Pflegeheime." Gerade in Extremsituationen könne eine seelsorgliche Zuwendung die psychische Widerstandskraft aller Beteiligten stärken, ergänzte der künftige Bischof. (KNA)

10:40 Uhr: Pfarrer Schießler zu Oktoberfest-Absage: "Ohne Nähe keine Wiesn"

Für Rainer Maria Schießler (59), Münchner Pfarrer mit Wiesn-Erfahrung, kommt die Absage des Oktoberfestes aufgrund der Corona-Pandemie nicht überraschend. "Man kann nicht die Europameisterschaft und andere Großveranstaltungen absagen und dann mit sechs Millionen Menschen aus aller Welt Oktoberfest feiern", sagte der Geistliche am Dienstag der katholischen Internetplattform mk-online. Schießler hatte in den vergangenen Jahren immer wieder als Bedienung auf dem größten Volksfest der Welt gearbeitet. Deshalb sei für ihn auch klar: "Ohne Nähe keine Wiesn!"

Wer die Auswirkungen von Corona herunterspiele, mache sich schuldig am Leben anderer, sagte Schießler. Zugleich zeigte er sich überzeugt: "München wird nicht zugrunde gehen." Schon in der Vergangenheit habe die Wiesn wegen einer Cholera-Epidemie abgesagt werden müssen. So eine Situation habe man eben jetzt wieder. Erst mit einem Impfstoff werde wohl das ausgelassene Feiern mit Tanzen und Singen wieder möglich sein. (KNA)

10:20 Uhr: Papst: Stille in der Krise lehrt uns Zuhören

Mehr Zuhören könnte nach Worten von Papst Franziskus ein Nutzen der Corona-Krise sein. "In dieser Zeit herrscht so viel Stille", sagte er in seiner Frühmesse am Dienstag in der Kapelle von Santa Marta im Vatikan. Man spüre, wie diese neue Stille "uns in unserer Fähigkeit zum Zuhören wachsen lässt". Die Frühmessen in der Corona-Krise widmet Franziskus normalerweise bestimmten Personengruppen, die sich um die Kranken kümmern oder selbst vom Virus betroffen sind. (KNA)

10 Uhr: Katholisches Jugendtreffen findet online statt

Das katholische Jugendtreffen "Young Mission" weicht wegen der Corona-Krise ins Internet aus. Die Initiative überträgt am Samstagabend unter anderem ein Nachtgebet, vorab aufgenommene Glaubensgespräche sowie ein Poetry-Video der christlichen Youtuberin Jana Highholder, wie das Erzbistum Paderborn am Dienstag mitteilte. Die Jugendlichen können sich im Anschluss in Videokonferenzen treffen und geistliche Gespräche mit Seelsorgern führen.

Der Live-Stream dauert etwa zwei Stunden und startet um 19.00 Uhr auf den Online-Seiten der Jugendinitiative des Erzbistums, wie es hieß. Eigentlich wären kommendes Wochenende laut Veranstalter rund 300 junge Frauen und Männer im Jugendhaus der Diözese in Warburg zusammengekommen. (KNA)

9:40 Uhr: Bestsellerautor Grün: "Jeder braucht auch Zeit für sich selber"

Der Benediktinerpater und Bestsellerautor Anselm Grün hat erneut dafür geworben, sich in der Corona-Pandemie auch Zeit für sich selbst zu nehmen. Wenn es beispielsweise in Familien zu Gereiztheiten oder Aggressionen komme, sei das ein Zeichen dafür, dass jemand Abstand brauche, sagte Grün am Dienstag im ZDF-Morgenmagazin. "Jeder braucht auch Zeit für sich selber." Sonst könne Nähe Aggressionen hervorrufen. Grün empfahl daher, auch einmal alleine spazieren zu gehen oder Schweigezeiten einzuführen.

Trotz aller Schwierigkeiten, die die Kontakteinschränkungen mit sich brächten, betonte Grün: "Jede Krise bietet eine Chance." So könnten in Familien neue Formen von Beziehungen geschaffen werden. Jeder Einzelne müsse zudem lernen, sich selbst auszuhalten. In der Abtei Münsterschwarzach versuche man, die Vorschriften einzuhalten: Abstand halten, als Gruß sich verneigen, häufiges Händewaschen. (KNA)

9:20 Uhr: US-Bischöfe wollen Impfstoff gegen Corona ohne Zellen von Föten

US-amerikanische Bischöfe fordern, dass bei der Erforschung eines Impfstoffes gegen das Coronavirus keine Zellen abgetriebener Föten genutzt werden. In einem Brief an den Chef der Lebensmittel- und Arzneimittelbehörde FDA, Stephan Hahn, bestehen die Bischöfe auf der Einhaltung "grundlegender moralischer Prinzipien".

Kein Impfstoff gegen Corona dürfe aus Zelllinien entwickelt werden, die von abgetriebenen Föten stammen, heißt es in dem Brief, der in Kopie auch an US-Präsident Donald Trump, Vizepräsident Mike Pence und Gesundheitsminister Alex M. Azar ging. Kein Amerikaner sollte gezwungen sein, "sich zwischen einer Impfung gegen das Virus und der Verletzung seines Gewissens entscheiden zu müssen". (KNA)

9 Uhr: Gottesdienste in Luxemburg frühestens nach dem 10. Mai möglich

In Luxemburg sollen Gottesdienste frühestens nach dem 10. Mai möglich sein. "Mindestens bis zu diesem Datum bleiben öffentliche Gottesdienste weiterhin untersagt", teilte das Erzbistum am Montag in Luxemburg mit. Eine schrittweise Wiederaufnahme von Gottesdiensten könne nur "im Rahmen einer allgemein positiven Entwicklung der Corona-Bekämpfung" und begleitet von klar definierten Schutzmaßnahmen erfolgen.

Bis zum 10. Mai solle demnach eine erste Auswertung der Regierung vorliegen, wie die aktuellen Lockerungen den Verlauf der Pandemie beeinflussten. Diese Ergebnisse sollen dann als Entscheidungsgrundlage für mögliche Gottesdienste dienen. "Das legitime Recht auf Religionsausübung darf nicht zu einer gesundheitlichen Gefährdung der Gläubigen und ihres gesellschaftlichen Umfeldes führen", so das Erzbistum. Derzeit erarbeite das Bistum ein Schutzkonzept für Gottesdienste.

Weiter dürfen Termine für Kommunionen und Firmungen demnach frühestens Mitte September angesetzt werden. Gleiches gelte für Trauungen und Taufen, für die allerdings Ausnahmen möglich seien. Vorbereitungen zur Erstkommunion erfolgen bis zu den Sommerferien ab dem 16. Juli ausschließlich online. (KNA)

Themenseite: Die Kirche während der Corona-Krise

Gottesdienste werden abgesagt, Gotteshäuser geschlossen: Das Coronavirus hat auch die katholische Kirche in Deutschland und Europa erreicht. Wie geht es nun in den Bistümern weiter? Und was können die Gläubigen tun? Auf unserer Themenseite sammeln wir unsere Berichterstattung zur Pandemie.